NEOS zu Defizit-Prognosen der Kassen: Sparpotenziale endlich nutzen!

Gerald Loacker: "Hauptverband verwendet "Prognosen" als Instrument, um weiterhin an falscher Stelle zu sparen."

Wien (OTS) - Wenig beeindruckt reagiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker am Mittwoch auf die prognostizierten Defizite der Krankenkassen. "Die Vorgangsweise, zunächst Horrorszenarien zu prognostizieren und diese während des Jahres dann zu korrigieren, kennen wir vom Hauptverband schon lange." So werden die prognostizierten Defizite während eines Jahres kleiner, eingespart werde weiterhin nicht dort, wo es nötig wäre. "Das wirkliche Problem ist, dass die Kassen eigene Sparpotenziale nicht nutzen, von den Zusatzpensionen über die EDV bis hin zu Schwächen in Compliance und Controlling. Die Kassen ignorieren damit aktiv die Berichte des Rechnungshofs."
 
Loacker weist auch darauf hin, dass sich wieder zeigt, dass Medikamentenkosten einen vergleichsweise bescheidenen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen. „Forderungen nach weiteren Preisbremsen für neue Medikamente oder das Unterminieren des Patentschutzes auf europäischer Ebene sind daher absolut sinnlos: Sie bringen kaum Einsparungen, gehen aber zulasten der Patienten, denen weniger Innovationen zur Verfügung stehen“, kritisiert Loacker.
 
NEOS fordern auch, den Ausgleichsfonds der Gebietskrankenkassen auf alle 18 Krankenversicherungsträger auszudehnen: „Derzeit werden die Arbeitslosen und Mindestsicherungsbezieher fast allein von den GKK-Versicherten mitgetragen. Das ist unsolidarisch und unfair“, schließt der NEOS-Gesundheitssprecher.

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