Steuerwettlauf beenden - gemeinsam Steuerflucht stoppen!

Sozialistische Jugendorganisationen aus ganz Europa pochen auf gemeinsame Untergrenze für Körperschaftsteuern

Wien (OTS) - 30, 25, 12,5%: International bestens vernetzte Konzerne spielen Staaten gegeneinander aus und fachen so den Steuerwettlauf nach unten immer weiter an. Regierungen senken ihre Körperschaftsteuern, handeln fragwürdige Abkommen aus und reißen so immer größere Löcher im Staatshaushalt auf - zu Lasten des Sozialstaates und der steuerzahlenden ArbeiterInnen! GenossInnen aus Belgien, Irland, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Portugal und Dänemark haben heute gemeinsam eine Antwort gegeben, wie wir diese gefährliche Spirale durchbrechen können.

„Hier geht es um unsere gemeinsame Zukunft! Dafür müssen wir über die nationalstaatlichen Grenzen hinaus denken und handeln. Nur so können wir internationale Konzerne endlich in ihre Schranken weisen!“, sagt Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend. Die Jugendorganisationen fordern daher eine europaweite Untergrenze für die Körperschaftsteuer von 25%. Herr erinnert an dieser Stelle auch an die vergangene Schwarz-Blaue Regierung, die mit ihrer Steuersenkung um 9% den fatalen Wettbewerb in Europa wesentlich angeheizt hat.

„Wir dürfen uns nicht länger gegeneinander ausspielen lassen. Internationale Solidarität muss nicht nur gefordert, sondern auch gelebt werden. Daher unterstützen auch wir diese Initiative für eine europaweite 25%-Untergrenze!“, erklärt Chloe Manahan, Vorsitzende von Young Labour Ireland. Irland hat aktuell mit 12,5% europaweit eine der niedrigsten Unternehmenssteuern und zieht so Konzerne wie Apple an - auf Kosten anderer EU-Staaten, denen so wichtige Steuereinnahmen entgehen.

„Die Tricks der Konzerne müssen endlich enden!“, fordert auch Aaron Ooms, Vorsitzender der Jongsocialisten aus Belgien. Belgien ist mit fast 34% Spitzenreiter bei Körperschaftsteuersätzen in der EU und ist daher vom Wettbewerb anderer Länder besonders betroffen. „Dafür brauchen wir eine weitreichende und transparente Aufschlüsselung aller Einnahmen, Ausgaben und Profite durch internationale Konzerne in jedem Land. Konzerne dürfen sich nicht länger in Dunkelheit hüllen und Gewinne von Land zu Land verschieben“, erklärt Ooms abschließend.

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