Greenpeace: Österreich erneut schlecht bei internationalem Klimaschutzranking

Künftige Bundesregierung muss Klimaschutz höchste Priorität einräumen

Bonn/Wien (OTS) - Heute hat die Umweltschutzorganisation Germanwatch im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Bonn den internationalen Klimaschutz-Index präsentiert. Österreich schneidet bei diesem Ranking, das die Klimabilanz von insgesamt 57 Staaten miteinander vergleicht, erneut schlecht ab und landet auf dem 35. Platz. Das Land hat sogar weniger Punkte als im Vorjahr erhalten, statt 52 nur mehr 49,5 von 100 möglichen Punkten. Der einzige Grund, weshalb Österreich trotzdem eine bessere Platzierung als 2016 erreicht, ist das noch schlechtere Abschneiden anderer Länder. Greenpeace fordert jetzt von der künftigen Bundesregierung, Klimaschutz höchste Priorität einzuräumen.

„Seit Jahren erleben wir in Österreich einen klimapolitischen Stillstand“, erklärt Adam Pawloff, Klima- und Energiesprecher von Greenpeace in Österreich. Ein gutes Beispiel dafür, ist die Entwicklung der klimaschädlichen Treibhausgase im Land. Diese sind laut aktuellen Zahlen 2015 um 3,2 Prozent im Vergleich zu 2014 gestiegen. „Mit dem Versprechen eines Allheilmittels in Form einer Klima-und Energiestrategie hat die Politik die Bevölkerung lange genug vertröstet. Jetzt muss endlich Schluss sein mit dieser Verzögerungstaktik.“ Denn bereits nach dem Beschluss des Pariser Klimaabkommens wollte die letzte Bundesregierung zuerst eine nationale Klima- und Energiestrategie erarbeiten und danach konkrete Maßnahmen setzen. „Nach dem Scheitern der Strategie im Sommer 2017 ist offensichtlich, dass die Strategie nur als Vorwand für „Nichtstun“ verwendet wurde“, so Pawloff.

Greenpeace fordert daher von der zukünftigen Bundesregierung, Klimaschutz höchste Priorität einzuräumen und bereits im Regierungsprogramm konkrete Maßnahmen zu verankern: Ein neues Ökostromgesetz mit ausreichenden Mitteln für den Ausbau von Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft, die Erhöhung der Mittel für thermische Sanierung auf 300 Millionen Euro pro Jahr sowie ein massiver Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel sind nur einige Beispiele. „Österreich hat das Know-How und die Voraussetzungen um im Klimaschutz zu punkten. Es liegt nun an der künftigen Regierung, diese Chancen auch tatsächlich zu nutzen“, sagt Pawloff abschließend.

Den Klimaschutz-Index sowie die Ergebnisse für Österreich finden Sie unter: http://bit.ly/2zJeWda

Rückfragen & Kontakt:

Adam Pawloff
Klima- und Energiesprecher
Greenpeace CEE in Österreich
Tel. Österreich: +43 (0)650 3722524
E-Mail: adam.pawloff@greenpeace.org

Reka Tercza
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 857 45 98
E-Mail: reka.tercza@greenpeace.org

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