Ärztekammer fordert Ausweitung des Nichtraucherschutzes

Generelles Rauchverbot in der Gastronomie reduziert Zahl der Herzinfarkte, Atemwegserkrankungen, Angina pectoris und Frühgeburten

Wien (OTS) - Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich gestern, Dienstag, Abend eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen. Dies beinhalte auch „die komplette Rauchfreiheit in der Gastronomie mit Start am 1. Mai 2018“, hieß es in der Resolution. ****

Eine Abkehr von dieser Erfordernis hätte weitreichende gesundheitliche Auswirkungen auf große Bereiche der Bevölkerung. Es sei ein Faktum, dass ein Drittel aller Krebserkrankungen auf Rauchen zurückzuführen ist. Generelle Rauchverbote in anderen EU-Ländern hätten weiters gezeigt, dass damit Herzinfarkte, Atemwegserkrankungen, Angina pectoris sowie die Frühgeburtenrate und die Anzahl der zu kleinen Neugeborenen (small for date) reduziert werden konnten.

Der Hintergrund: Knapp ein Viertel der Österreicher über 15 Jahre raucht täglich. Damit liegt Österreich deutlich über dem OECD34-Durchschnitt von knapp unter 20 Prozent und rangiert innerhalb Europas an drittschlechtester Stelle. Hinter Österreich liegen nur noch Ungarn und Griechenland mit etwas über einem Viertel Raucheranteil.

Bei den Jugendlichen, die zumindest einmal pro Woche rauchen, sieht die Situation hinsichtlich des Ländervergleichs zwar etwas besser aus (14,5 Prozent und damit nicht mehr ganz das Schlusslicht), dennoch liegt Österreich auch hier deutlich über dem OECD28-Durchschnitt mit 11,7 Prozent. (hpp)

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