Teil 2 des „Universum“-Dreiteilers „Brahmaputra – Der große Fluss vom Himalaya“ führt nach „Indien – Aus der Schlucht in die Ebene“

Am 14. November um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Brahmaputra – Yarlung Tsangpo – Jamuna: Vielfältig sind die Namen dieses gigantischen Flusses, der das Leben von einer Milliarde Menschen auf dem indischen Subkontinent und nördlich des Himalaya auf dem tibetischen Plateau bestimmt. Mit dem faszinierenden Dreiteiler von Klaus Feichtenberger, Jeremy Hogarth und Heinz Leger über den „Großen Fluss vom Himalaya“ – der ersten gemeinsamen Produktion des ORF mit dem chinesischen Staatssender CCTV10 – begibt sich auf eine faszinierende Reise nach Tibet, Indien und Bangladesch – von gefrorenen Wüsten zu tropisch heißen Regenwäldern, vom Dach der Welt bis zu den ausgedehnten Sümpfen der Sundarbans. „Brahmaputra – Der große Fluss vom Himalaya“ entstand als Koproduktion von ORF, CCTV10, CITVC, ARTE France, ZDF, ORF-Enterprise, pre tv, dreiD.at und EOS Film.

„Der große Fluss vom Himalaya“ ist ein Verwandlungskünstler: Als unscheinbarer Abfluss des Angsi-Gletschers hat er sich als Yarlung Tsangpo im tibetischen Hochland zum reißenden Gebirgsfluss entwickelt. Erst die große Schlucht macht den Yarlung Tsangpo zum Brahmaputra, wie der zweite, von Jeremy Hogarth gestaltete Teil „Indien – Aus der Schlucht in die Ebene“ am Dienstag, dem 14. November 2017, um 20.15 Uhr in ORF 2 zeigt: Sie verbindet China mit Indien und bringt das eisige Gletscherwasser in ein mildes Land voller Artenreichtum.

In diesem Abschnitt passiert der mächtige Fluss die geheimnisvollen Bergwälder der Roten Pandas und der Goral-Ziegen an den Südhängen des Himalaya-Gebirges. Bevölkert wird dieses Land von den Adi, den Menschen der Berge. Sie leben als naturverbundene Fischer direkt am Strom – vom und mit dem Brahmaputra. Danach gibt es nur noch Ebene:
Sand und Schlick, über Jahrmillionen abgetragen von den höchsten Gipfeln der Welt und hierher gebracht vom Brahmaputra. Assam ist ein fruchtbares Tal auf einer Länge von fast 1.000 Kilometern. Stellenweise ist der Fluss nun zehn Kilometer breit, Lebensspender und Landschaftszerstörer zugleich. Auch der Mensch hat in diese Landschaft eingegriffen: Die mächtigen Tee-Bäume sind vielerorts riesigen Plantagen mit Tee-Sträuchern gewichen, und die einstige Artenvielfalt ist nur mehr an wenigen Orten erlebbar. Gruppen von Goldlanguren und Bärenmakaken beobachten misstrauisch die Teearbeiter auf den Plantagen. Und manchmal zeigt sich auch der Nebelparder, eine der seltensten Raubkatzen der Welt. In den Auen und im Grasland des Brahmaputra-Tals leben Elefantenherden und Nashörner sowie die letzten 200 Zwergwildschweine. Wird diese Spezies die nächsten Jahrzehnte überdauern? Es ist ungewiss. Doch noch finden sie Unterschlupf im Dickicht des meterhohen Elefantengrases. Das nährstoffreiche Material vom Dach der Welt sorgt auch hier für Wachstum, Leben und Artenvielfalt.

Jeremy Hogarth über seine Filmerlebnisse in Indien: „Zunächst muss man sich im Klaren sein, dass man Indien nicht einfach beschreiben kann, sondern mit seinen vielen Kulturen und Sprachen erleben muss. Dann sollte man wissen, dass Indien eine unfassbare Bürokratie hat – auf vielen Ebenen – bundesstaatlich, national und lokal. Vor Drehbeginn ist es entscheidend, die bürokratischen Formalitäten zu erledigen. Das öffnet alle Türen, ohne die jeweiligen Genehmigungen funktioniert nichts. Alles kostet Zeit, viel Zeit! Der Versuch, Genehmigungen zu ändern, gestaltet sich mitunter mühsamer, als die eigentliche Erlaubnis zu bekommen. Dann ist das Um und Auf, einen lokalen Guide dabei zu haben, der genau weiß, was man will. Hör auf ihre Ratschläge und ihr Wissen. Außerdem gilt: Unabhängig davon wie gut man plant, wird alles in letzter Minute arrangiert. Plane für alle Eventualitäten, erwarte nichts. Auch wenn es seltsam klingt – wenn man so vorgeht, schafft man mehr als man erwartet hätte. Zu guter Letzt: Lass dir Zeit, Zeit ist alles. Eine 40-Kilometer-Strecke kann manchmal zwei oder drei Stunden dauern. Denk daran, wenn der Fahrer alt ist, ist es ein Beweis dafür, dass er seinen Job versteht – er hat überlebt. Aber unabhängig von all dem: Indien und seine Menschen verfügen über eine außerordentliche Fähigkeit, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Lass dich vom Fluss mitnehmen – das ist die einzige Möglichkeit! Die Erfahrung – ob gut oder schlecht – wird dich dein ganzes Leben lang begleiten.“

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