APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Pilz, Kurz und Mahrer aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 03.11.2017 bis 09.11.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Peter Pilz, Namensgeber und Gründer der Liste Pilz. Freitagabend berichtete die „Presse“ über den Fall einer ehemaligen Mitarbeiterin von Pilz, die ihm verbale Belästigung in rund 40 Fällen vorwarf. Die Vorwürfe stammen aus dem Jahr 2015, als Pilz noch Mitglied des Grünen Klubs war. Die Mitarbeiterin hatte sich mit ihrer Beschwerde zunächst an eine Vertrauensperson innerhalb des Klubs gewandt, Anfang 2016 gelangte die Causa vor die Gleichbehandlungsanwaltschaft. Laut Anwaltschaft erfüllten die von der Frau „äußerst glaubhaft geschilderten Verhaltensweisen und Bemerkungen ihres Vorgesetzten, Herrn Peter Pilz, die Tatbestände der sexuellen und geschlechtsbezogenen Belästigung.“ Nach Erscheinen des „Presse“-Artikels meldete sich via Twitter eine weitere Person zu Wort, die einen Vorfall sexueller Belästigung durch Pilz 2013 beim Europäischen Forum in Alpbach beobachtet haben will.

Am Samstagvormittag äußerte sich Pilz selbst im Rahmen einer Pressekonferenz im Café Landtmann zu den Vorwürfen: Er könne dazu nichts sagen, wenn es aber zwei Zeugen gebe, werde er zurücktreten. Was die Vorwürfe seiner ehemaligen Mitarbeiterin angeht, wies Pilz die Schuld von sich: Es habe sich dabei im weitesten Sinne um einen Arbeitskonflikt gehandelt, so Pilz. Nachdem sich Anfang der Woche weitere Frauen mit Vorwürfen gegenüber Pilz an die Öffentlichkeit wandten, entschuldigte sich dieser am Dienstag via Facebook: „Es lag nie in meiner Absicht, Frauen durch mein Verhalten zu kränken und zu verletzen. Aber es kommt dabei nur auf eines an: wie das, was ich tue, verstanden wird“. Zugleich kündigte er an, sein Nationalratsmandat nicht anzunehmen und sich für einige Zeit aus der Politik zurückziehen zu wollen. Die Liste Pilz will sich nun bis Jänner 2018 Zeit für eine Neuaufstellung nehmen, zum interimistischen Klubobmann wurde der Konsumentenschützer Peter Kolba gewählt.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich Rudolf Kaske auf Platz neun im Ranking. Der Arbeiterkammer-Präsident verkündete Anfang dieser Woche seinen Rücktritt mit Ende April des kommenden Jahres. Als Motiv nannte Kaske die schwere Erkrankung seiner Frau. Sie hätte jahrelang ihre Interessen für ihn zurückgestellt, nun habe er für sie da zu sein. Kaskes Abschied nach 48 Berufsjahren kommt für die Arbeiterkammer zu einer schwierigen Zeit: Die FPÖ spricht sich für eine Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft aus.

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