Sechs Sieger bei ÖZV-Gala 2017 gekürt

Zeitschriftenpreise für Sabine Müller-Hofstetter, Beatrix Neumayer, Franziska Tschinderle, Christoph Zotter und WienTourismus. Veronika Ellecosta erhält Nachwuchspreis.

Wien (OTS) - "Derzeit fließen die Online-Werbeerlöse in großen Teilen zu marktbeherrschenden Monopolisten wie Facebook oder Google. Die große medien- und demokratiepolitische Frage der Zukunft lautet daher: Wie schaffen wir es, auch im digitalen Bereich ein 'level playing field' herzustellen? Österreichische Medienhäuser müssen eine faire Chance haben, weiterhin am Markt zu bestehen", erklärte ÖVP-Mediensprecher und Stadtrat Gernot Blümel am 9. November 2017 in seiner Eröffnungsrede bei der Gala des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbandes (ÖZV) im Ringturm der Vienna Insurance Group.

Mit dem Zeitschriftenpreis zeichnet der ÖZV seit 1983 besonders gelungene journalistische Arbeiten aus. "Um die Vielfalt der österreichischen Zeitschriftenlandschaft zu unterstreichen, wird der Preis in fünf Kategorien vergeben. Zudem fördern wir mit dem Dr. Rudolf Bohmann-Preis die vielversprechendsten Nachwuchstalente in der Branche", so ÖZV-Präsident Thomas Zembacher. Jede Kategorie ist mit 1.500 Euro Preisgeld dotiert.

Für den im "profil" erschienenen Artikel "Ein Traum von einem Zaun" erhielt Christoph Zotter den Zeitschriftenpreis in der Kategorie Politik und Wirtschaft. In seiner Reportage über die militärisch gesicherten EU-Außengrenze der spanischen Exklave Ceuta wurde das Thema Migration auf eindrucksvolle Art und Weise verdichtet.

Unter dem Titel "Platzverweis" skizzierte Franziska Tschinderle im Magazin "DATUM" gemeinsam mit dem Fotografen Martin Valentin Fuchs den Kosovokonflikt anhand eines Fußballvereins in Mitrovica und holte sich damit den Zeitschriftenpreis in der Kategorie Lifestyle, Gesundheit und Soziale Verantwortung.

Sabine Müller-Hofstetter beschrieb mit "Building Information Modeling" in "a3 – Das Baumagazin" eine neue Arbeitsweise am Bau. In dem Bericht zeigte sie gekonnt die Chancen und Hürden der Digitalisierung auf und erhielt dafür den Zeitschriftenpreis in der Kategorie Wissenschaft, Technik und Forschung.

Dem "Wild unter der Lupe" widmete sich Beatrix Neumayer in der Publikation "Weidwerk". Mit außerordentlichem Fachwissen und tiefgehenden Beobachtungen sicherte sie sich den Zeitschriftenpreis in der Kategorie Umwelt, Jagd und Natur.
 
Das vom WienTourismus veröffentlichte und mit dem Zeitschriftenpreis in der Kategorie Corporate Publishing, Mitglieder- und Mitarbeiter-Zeitschriften ausgezeichnete Magazin "Schönheit und Abgrund" setzt sich auf 100 Seiten journalistisch mit Wien um 1900 in all seinen Facetten und den Bezügen zu heute auseinander.

Mit ihrem einfühlsamen Portrait über "Die letzte Bergprinzessin" im Salzburger Magazin "QWANT." wurde Veronika Ellecosta mit dem Dr. Rudolf Bohmann-Preis für Nachwuchsjournalisten ausgezeichnet. Der Nachwuchspreis wird vom ÖZV alle zwei Jahre an junge Journalistinnen und Journalisten unter 30 Jahren vergeben.

Der Juryvorsitzende Nikolaus Koller wählte die prämierten Beiträge gemeinsam mit der PRVA-Präsidentin und Kommunikationswissenschaftlerin Julia Wippersberg, dem Chefredakteur des Fachmagazins "Österreichischer Journalist" Georg Taitl, dem Österreich-Repräsentanten der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" Sebastian Loudon und ÖZV-Geschäftsführer Gerald Grünberger aus. Insgesamt begutachtete die hochkarätig besetzte Jury über 70 Einreichungen für den Österreichischen Zeitschriftenpreis 2017.

Pressebilder der ÖZV-Vollversammlung auf oezv.or.at

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