Kunststoffbranche beweist Innovationskraft

Am Innovation Day Kunststoff demonstrierte die Branche ihre Problemlösungskompetenz

Wien (OTS) - Dass die Kunststoffbranche in höchstem Maße innovativ ist, zeigt die Entwicklung des Werkstoffs in seiner doch erst jungen Lebenszeit. „Zu Beginn der 50er-Jahre lag der Jahresverbrauch an verarbeiteten Kunststoff in Österreich bei 0,3 Kilo pro Kopf, heute sind es etwa 150 Kilo“, erklärte Helmut Schwarzl, Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie am Innovation Day Kunststoff, der gestern in der Wirtschaftskammer stattfand. „Kunststoff hat sich in vielen Lebensbereichen als die beste Materialalternative herausgestellt.“ 

Das bewiesen auch die Vortragenden, die in ihren Präsentationen die Innovationskraft und Lösungskompetenz der Branche zum Ausdruck brachten. So begeisterte das Unternehmen Fries Kunststofftechnik mit dem Werkstückträgersystem tech-rack variogrid nicht nur das Publikum, sondern auch schon im Vorfeld die Jury beim Worldstar for Packaging Award 2017.

Semperit präsentierte ein Elastomerbauteil, dank dessen der Schalldruck, der von vorbeifahrenden Zügen erzeugt wird, halbiert werden kann. Für wen extraterrestrische Gewächshäuser nach Zukunftsmusik klangen, der wurde eines Besseren belehrt: Ebensolche mit Platten aus dem österreichischen Werkstoff ZELLAMID® 1500 X werden im kommenden Jahr mit Tomatenpflanzen 600 Kilometer von der Erde entfernt eingesetzt. Der Rohrspezialist Poloplast zeigte, dass Rohr nicht gleich Rohr ist und zum Beispiel bei der Verbindungstechnik noch Fortschritte möglich sind.  

Dass man nicht immer glauben soll, dass es nicht mehr besser geht, hat auch das Unternehmen Sunpor bewiesen, das durch das Beimengen von Grafit die Dämmleistung von EPS-Kunststoffen um 25 Prozent verbessern konnte. Borealis arbeitet an der Recycelbarkeit von Verpackungsmaterial und an hochwertigen Kabeln, die den Transport von erneuerbaren Energien revolutionieren sollen. Das Unternehmen Greiner T&I verdeutlichte zudem die Gradwanderung zwischen innovativ und effizient, bei der Fehltritte die Zukunft einer Firma negativ beeinflussen können. 

„Kunststoffe sind nicht nur die jüngste Werkstoffklasse, sondern auch eine der innovativsten, da der Sektor knapp 4 Prozent seiner Umsätze in Forschung investiert“, berichtet Schwarzl stolz. Die Forschungsausgaben konnten von 107 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 190 Millionen Euro im Jahr 2015 fast verdoppelt werden.

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