Nationalrat – Heinisch-Hosek: Kommenden Jahre der Herausforderungen erfordern guten Umgang im Parlament

Darf keine Veränderungen zum Schlechten geben

Wien (OTS/SK) - „Heute ist nicht nur ein historisch bedeutender Tag im Gedenken an die Novemberpogrome, sondern auch ein frauenpolitisch wichtiger Tag. Denn immerhin sind heute 61 Frauen neu eingezogen ins Parlament, das ist ein Drittel aller Abgeordneten. 46,15 Prozent beträgt der Anteil der Frauen in der SPÖ. Diese 24 Frauen möchte ich ganz besonders, aber alle 61 Frauen sehr herzlich begrüßen“, erklärte SPÖ-Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer Rede in der konstituierenden Nationalratssitzung am Donnerstag. ****

Bedauert wurde von Heinisch-Hosek, dass sich die ÖVP-Kandidatin zur ersten Nationalratspräsidentin nicht vor der Wahl im Nationalrat präsentieren wollte: Damit hätten die Abgeordneten einen Überblick gehabt, ob Köstinger dieses Haus – so wie die Vorgängerinnen Prammer und Bures – öffnen wolle und wie sie das Amt anlegen werde.

Es dürfe keine Veränderungen zum Schlechten geben, sondern es müsse eine gute Weiterentwicklung des Landes geben, so Heinisch-Hosek. Die vergangenen Jahre haben bei allen Konflikten das Land enorm weiter gebracht. „Wir stehen nicht nur wirtschaftspolitisch gut da, sondern haben viel für das Leben der Bürgerinnen und Bürger zum Positiven verändert“.

Aber auch im Hohen Haus gab es in den letzten Jahren Sexismen und „Männer, die sich mit den Händen in den Hosentaschen hingestellt und sich unangenehm den Frauen gegenüber benommen haben“. Peter Pilz sei auch kein Opfer, sondern habe richtigerweise die Konsequenzen gezogen. Es gehören in Zukunft die Stellen, an die sich Frauen wenden können, wie Gleichbehandlungsanwaltschaft und Gleichbehandlungskommission gestärkt und keinesfalls geschwächt. „Sexuelle Belästigung und Beschimpfung dürfen nicht klein geredet werden“, so Heinisch-Hosek.

Weiters forderte Heinisch-Hosek ein Lohntransparenzgesetz und betonte, dass im Bildungsbereich Erreichtes nicht zerstört werden dürfe. Man brauche auch weiterhin einen offenen Hochschulzugang und die 2013 begonnene Gesundheitsreform dürfe nicht zerstört werden.

„Wir haben einige Jahre vor uns, die uns vor große Herausforderungen stellen. Bitte nehmen wir sie gemeinsam mit einem guten Umgangston wahr“, appellierte die SPÖ-Abgeordnete abschließend. (Schluss) sc/sl/mp

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