EVZ: Wie man sich gegen Online-Fallen wehren kann

Das Europäische Verbraucherzentrum gibt Tipps gegen unerwünschte Abos

Wien (OTS) - Europäische Konsumentinnen und Konsumenten sind zunehmend aggressiver und irreführender Werbung im Internet ausgesetzt. Solchen Angeboten sollte man kritisch begegnen, um am Ende nicht von Zahlungsforderungen für ungewollte Produkte oder Services überrascht zu werden. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Österreich bietet Tipps gegen Online-Abofallen und macht mit einem Video auf diese Gefahren aufmerksam.

Vorwiegend in sozialen Medien oder als Pop-Up-Werbung tauchen – oft als gratis beworbene – Angebote auf. Sie sollen zu Impulskäufen verleiten, ohne dass Konsumenten viel darüber nachdenken, ob sie das Produkt tatsächlich brauchen oder wollen. Wurde der Konsument vor dem Kauf allerdings nicht explizit auf mögliche Kosten bzw. eine langfristige Bindung hingewiesen, ist der Vertrag mitunter nichtig. Dann ist es wichtig, aktiv zu protestieren.

Wissen ist alles

Die Fähigkeit, Online-Fallen zu erkennen, und die Kenntnis der eigenen Rechte als Konsument sind der Schlüssel zu einer informierten Kaufentscheidung. Dennoch zeigt eine Studie des ECC-Net*, dass viele europäische Konsumenten nicht wissen, wie sie sich gegen Abo-Fallen wehren können. Oft ist ihnen nicht klar, dass es ein Rücktrittsrecht gibt sowie die Möglichkeit, ihren Kreditkartenanbieter um eine Rückbuchung des gezahlten Betrages (Chargeback) zu bitten.

5 Tipps gegen Abofallen

  1. Bevor Sie persönliche Daten eingeben, prüfen Sie, ob Sie dadurch einem Kauf oder einem Abo zustimmen.
  2. Bei der Bestellung einer Produktprobe muss klar sein, ob damit eine vertragliche Bindung einhergeht.
  3. Sie müssen nicht für ein Produkt zahlen oder dieses zurückschicken, wenn Sie es nicht bestellt haben.
  4. Der Händler muss beweisen können, dass Sie dem Kauf zugestimmt haben (Beweispflicht).
  5. Informieren Sie Ihre Bank über unzulässige Abbuchungen von Ihrem Konto bzw. Ihrer Kreditkarte und bitten Sie um eine Rückbuchung (Chargeback).

Mit einem Video versucht das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) zusätzlich auf die Gefahren, in eine Online-Abo-Falle zu tappen, aufmerksam zu machen. Außerdem bietet das EVZ umfangreiche Hilfe unter europakonsument.at zu diesem Thema.


* Die Studie beinhaltet eine quantitative Umfrage in den Ländern Schweden, Norwegen, Finnland, den Niederlanden, Belgien und Österreich. Diese sind innerhalb des ECC-Net am häufigsten von Abofallen betroffen.


Über das EVZ Österreich

Das Europäische Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) ist Mitglied des Netzwerks der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net), das Konsumenten bei grenzüberschreitenden Problemen mit Händlern in der EU hilft. Das Netzwerk besteht aus 30 Zentren in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen und Island.

Service: Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf europakonsument.at. Das Video ist unter https://www.youtube.com/watch?v=-oRYki_F__g zu finden.

Rückfragen & Kontakt:

Europäisches Verbraucherzentrum (EVZ)
Öffentlichkeitsarbeit
01/588 77-256
presse@europakonsument.at
www.europakonsument.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EVZ0001