Nettostromimporte um beinahe 40 Prozent gestiegen

Die traurige Bilanz Österreichs zur Klimakonferenz

St. Pölten (OTS) - Der Nettostromimport ist in Österreich schon mehrere Jahre im Allzeithoch. Der heurige Anstieg um 40% zeigt, wie dramatisch die Situation ist. „Dem Stromimport kann nur mit dem raschen Ausbau der erneuerbaren Energien in Österreich begegnet werden“, erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

In den ersten acht Monaten des heurigen Jahres ist der Nettostromimport laut E-Control um unglaubliche 38,7 Prozent gestiegen. 2016 musste Österreich im selben Zeitraum 3.403 GWh mehr Strom aus dem Ausland importieren als es exportieren konnte. Heuer waren es bereits 4.719 GWh. Damit hat Österreich zum Beginn der Klimakonferenz in Bonn eine traurige Bilanz vorzuweisen“, bemerkt Moidl und führt weiter aus: „Statt die Energiewende voranzutreiben importiert Österreich Kohle- und Atomstrom aus den Nachbarländern.“ Die Zahlen der letzten Jahre zeigen, dass normalerweise der Stromimport in den Monaten Oktober bis Dezember nochmals stark ansteigt. Rund die Hälfte des Nettostromimports kommt im Durchschnitt in den letzten vier Monaten noch dazu. Diese etwa 10.000 GWh an prognostizierten Nettostromimporten für das Jahr 2017 umfassen damit mittlerweile knapp 15% des gesamten Stromverbrauchs Österreichs. „Damit befindet sich der Nettostromimport im Allzeithoch“, bemerkt Moidl und setzt fort: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien kann im derzeitigen Schneckentempo nicht einmal den Nettostromimport reduzieren.“

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