Karas: "EU braucht rasch schwarze Liste für Steueroasen"

Strenge Sanktionen für gelistete Staaten/Auch säumige EU-Mitglieder auf schwarze Liste/Warnung für Briten und Malta

Brüssel (OTS) - "Normale Bürger und Firmen zahlen Steuern. Doch die seit gestern veröffentlichten "Paradise Papers" zeigen erneut, wie sich Manche der Verantwortung für das Gemeinwohl entziehen und durch Firmenkonstrukte in Steueroasen fast keine Steuern mehr zahlen", sagt der Europaabgeordnete Othmar Karas. "Um die Steuervermeidung wirksam bekämpfen zu können, müssen die laufenden Arbeiten an den gemeinsamen europäischen schwarzen Listen für Steueroasen und Geldwäsche-Länder samt wirksamer Sanktionen beschleunigt werden." Karas fordert, dass davon auch säumige EU-Staaten erfasst werden.

"Denn unrühmliche Rollen als Steueroasen spielen einmal mehr britische Kronbesitzungen und Überseegebiete aber auch EU-Staaten wie Malta", sagt Karas. "Die Regierung in London und die britische Krone sind gefragt, ihre Einflussgebiete endlich in den Griff zu bekommen. Und Staaten wie Malta müssen aufhören, internationalen Konzernen und anderen mit allerlei Steuertricks aktiv dabei zu helfen, ihre Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit zu maximieren."

"Ansonsten müssen sich die Verantwortlichen in Großbritannien, Valletta und sonst wo nicht wundern, wenn sie auf der schwarzen Liste der Steueroasen landen und mit Auflagen im Bankgeschäft sowie Beschränkungen beim Kapitalverkehr konfrontiert sind", sagt Karas. "Zudem braucht die EU stärkere Zuständigkeiten in der Steuerpolitik. Bisher wurden die meisten Maßnahmen der EU gegen die Steuervermeidung durch das Veto einzelner Mitgliedstaaten verwässert."

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