Dutzende Bäume müssen überdimensioniertem Bauvorhaben im Wien Hietzing weichen

Baumfällung hat begonnen. Protest der Anrainer zum Schutz des wertvollen Baumbestands und gegen das überdimensionierte Bauvorhaben wurde von der Stadt Wien bislang ignoriert.

Wien (OTS) - In der Schweizertalstraße 39 im 13. Wiener Gemeindebezirk wurde gestern in den Morgenstunden mit dem Fällen von dutzenden alten und teils seltenen Bäume begonnen. Die Anrainer schlagen nun Alarm und fordern die Verantwortlichen der Stadt Wien auf, endlich aktiv zu werden. Bislang wurde der Protest der Anrainer zum Schutz des wertvollen Baumbestands und gegen das überdimensionierte Bauvorhaben ignoriert.

Auf dem Grundstück Schweizertalstraße 39/Josef Pommer Gasse 19 plant die „Da Vinci Exclusive GmbH“ einen Wohnblock mit 31 Wohnungen und 21 Tiefgaragenplätzen zu errichten. Derzeit befindet sich auf dem Grundstück noch eine Villa in einem – bislang – dicht bewachsenen Garten mit altem Baumbestand. Die Liegenschaft liegt inmitten einer von Einfamilienhäusern geprägten Gegend unweit des Lainzer Tiergartens.

"Soweit wir wissen, wurde dem Bauträger vom Magistrat erlaubt, 29 alte und teils seltene Bäume als Pflegemaßnahme zu fällen. Den Behörden liegt auch ein Sachverständigengutachten über die Schutzwürdigkeit der Bäume vor, das offenbar ignoriert wurde. Nur für zwei wurde eine Ersatzpflanzung vorgeschrieben. Wie das möglich ist, können wir einfach nicht verstehen“, berichtet Anrainer Andreas Pavek.

Die Anrainer fragen sich, wie das Fällen von fast 30 alten Bäumen auf einem Grundstück als Pflegemaßnahme erlaubt werden kann. Alles nur, um für ein überdimensioniertes Bauvorhaben Platz zu schaffen und den Profit des Bauträgers zu maximieren.

Zahlreiche Anrainer haben eine Bürgerinitiative gebildet und mehr als 700 Unterschriften gesammelt, um den wertvollen Baumbestand zu schützen und das Bauvorhaben zu verhindern. Auch bei der Leiterin des Bezirksamts für den 13. Bezirk, und der Wiener Umweltschutzabteilung (MA22) wurde gegen die Baumfällung protestiert. Aber bislang ohne Erfolg.

„Wir setzen unseren Protest fort und hoffen, dass die Verantwortlichen der Stadt Wien endlich aktiv werden, bevor alle Bäume gefällt wurden“, so Andreas Pavek.

Neben der massiven Baumfällung wehren sich die Anrainer auch aus anderen Gründen gegen das überdimensionierte Bauvorhaben. So wird durch das Projekt die dortige Verkehrs- und Parkplatzsituation zusätzlich verschärft, was sich auch auf die Zufahrtsmöglichkeit von Einsatzfahrzeugen negativ auswirkt und diese faktisch unmöglich macht. Des Weiteren soll die dort gesetzlich zulässige Gebäudehöhe von 6,5 Metern massiv überschritten werden.

Rückfragen & Kontakt:

Andreas Pavek
Bürgerinitiative „Baumschutz Josef-Pommer-Gasse“
0676 349 38 37
andreas.pavek@hotmail.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002