- 27.10.2017, 15:31:03
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Greenpeace: Verpasste Chance für Schutz der Antarktis
Umweltschutzorganisation startet globale Kampagne für größtes Meeresschutzgebiet der Welt
Utl.: Umweltschutzorganisation startet globale Kampagne für größtes
Meeresschutzgebiet der Welt =
Hobart/Wien (OTS) - Die Kommission zur Erhaltung der lebenden
Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) hat sich heute bei ihrer Tagung
in der australischen Stadt Hobart gegen ein Schutzgebiet in der
Ost-Antarktis ausgesprochen. Greenpeace kritisiert die Entscheidung
der Kommission und kündigt an sich mit dem kommenden Jahr für das
größte Meeresschutzgebiet der Welt einzusetzen. Das Gebiet würde das
Weddell-Meer im westlichen Teil der Antarktis umfassen und wäre mehr
als 20 Mal so groß wie Österreich. Bei der nächsten Tagung der CCAMLR
in einem Jahr soll über das Meeresschutzgebiet abgestimmt werden.
„Die verpasste Chance auf ein Meeresschutzgebiet in der Ost-Antarktis
zeigt, dass sich die Mitgliedsstaaten nicht ausreichend für den
Schutz der Meere rund um das sensible Ökosystem einsetzen. Und dies,
obwohl es außer Frage steht, wie wichtig diese Schutzgebiete wären“,
kritisiert Adam Pawloff, Klima-Sprecher von Greenpeace in Österreich
die Entscheidung der Kommission.
Meeresschutzgebiete sind bedeutend für die Artenvielfalt. Überfischte
Arten können sich in diesen Regionen wieder regenerieren, da der
Fischfang verboten ist. „Es gibt bislang noch zu wenige
Meeresschutzgebiete. Obwohl internationale Zusagen gemacht wurden,
bis zum Jahr 2020 zehn Prozent der Meere unter Schutz zu stellen, ist
bislang nur zwei Prozent der Fläche geschützt“, sagt Pawloff.
Aus diesem Grund startet Greenpeace nächstes Jahr eine globale
Kampagne für die Errichtung des größten Meeresschutzgebiets der Welt.
Dieses könnte im Oktober 2018 bei der Tagung der CCAMLR beschlossen
werden. Das Schutzgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 1,8
Millionen Quadratkilometer und ist mehr als 20 Mal so groß wie
Österreich. Um einen Beschluss bei der CCAMLR zu verabschieden,
müssen die Mitglieder der Kommission einstimmig für das Gebiet
stimmen. Mit diesem Ziel vor Augen wird Greenpeace Anfang des
nächsten Jahres in die Antarktis zurückkehren und vor Ort auf die
Notwendigkeit dieses Schutzgebietes hinweisen. „Die Antarktis ist ein
wichtiges globales Ökosystem und die Lebensgrundlage von Pinguinen,
Walen und vielen anderen Meeresbewohnern. Daher werden wir an
vorderster Front stehen, um die Antarktis und das dortige
einzigartige Ökosystem vor Ausbeutung zu schützen“, so Pawloff
abschließend.
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