„dokFilm“-Premiere: „Reklame für Nichts – ein sowjetisches Volksmärchen“

Am Sonntag, 29. Oktober, um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Der „märchenhaften“ Geschichte der Werbung zur Zeit der UdSSR widmet sich der „dokFilm“ am Sonntag, dem 29. Oktober 2017, um 23.05 Uhr in ORF 2: Für ihren Film „Reklame für Nichts – ein sowjetisches Volksmärchen“ nahmen die Regisseure Kiur Aarma und Hardi Volmer das alte estnische Märchen „Kullaketrajad“, übersetzt „Die Gold-Spinner“, als Vorlage und erzählen darin die unglaubliche Geschichte über Geburt, Blütezeit und Untergang eines mächtigen Business-Imperiums der ehemaligen Sowjetunion. Es ist die Geschichte des Filmstudios „Eesti Reklaamfilm“, das als einziges Unternehmen der Filmindustrie in der sowjetischen Zeit die damalige Werbebranche bediente.

„Wozu Werbung im Kommunismus?“ könnte man fragen, denn in den Ohren der sowjetischen Funktionäre klang schon das Wort nach dem Klassenfeind, kapitalistischen Symbolen wie allgegenwärtigem Coca-Cola und womöglich sogar nach Intrigen der CIA. Werbung für Konsumprodukte musste nicht gemacht werden, da im Kommunismus alle Menschen die von ihnen benötigten Waren planmäßig zur Verfügung gestellt bekamen. Soweit das vermeintliche Selbstverständnis. Davon unbeeindruckt wurden im Estland von „Eesti Reklaamfilm“ Werbefilme produziert, die mit ihren Botschaften über das Fernsehen ein Millionenpublikum erreichten. Das Studio konnte im Laufe der Zeit Hunderte Mitarbeiter beschäftigen – und das alles in den 1960er Jahren mitten in der UdSSR! Die Gesetze des Marketings waren dabei allerdings ganz andere als an der ungleich bekannteren New Yorker Madison Avenue: Geworben wurde in der UdSSR für Produkte, die meist gar nicht existierten.

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