LSP Buchmayr: VPFP fernab der Lebensrealität berufstätiger Mütter

2009 war der Gratiskindergarten der ÖVP-Wahlkampfhit – warum ist er jetzt plötzlich Ballast und unnötig, Herr Landeshauptmann Stelzer?

Linz (OTS) - „Schwarz-Blau hat sich offenbar von der Lebensrealität der berufstätigen Mütter entkoppelt. Die Koalition ist völlig weltfremd, hat keine Ahnung wie die Betroffenen Job und Familie unter einen Hut bekommen sollen, keine Ahnung von deren Problemen. Zur Info: Halbtagesarbeit hört nicht exakt um 12 Uhr auf, damit die Mütter um 13 Uhr gebührenfrei ihre Kinder abholen und ihnen noch ein Mittagessen auf den Tisch stellen können. Die kommende Kostenpflicht für die Nachmittagsbetreuung ist und bleibt eine Strafsteuer für berufstätige Mütter, ganz einfach“, kontert die Landessprecherin und Frauensprecher der Grünen OÖ LAbg. Maria Buchmayr den Erklärungsversuchen der ÖVP zur künftig kostenpflichtigen Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten.

Kinderbetreuung ist der Schlüssel, um Job und Familie vereinbaren zu können. Speziell die Nachmittagsbetreuung ist für viele Frauen unverzichtbar, um einen Job ausüben zu können. Die ÖVP ignoriert diese Tatsache, sie richtet sich bei ihren Entscheidungen nicht danach, sondern nach Wahlterminen. Vor der Landtagswahl 2009 wurde die Kostenpflicht mit großen Worten und vor allem WählerInnen-wirksam abgeschafft und der Gratiskindergarten der ÖVP Wahlkampfhit. 2014 hat man noch stolz verkündet, dass sich dadurch jede Familie 1000 Euro im Jahr erspart. Jetzt - wohlgemerkt wenige Tage nach der Nationalratswahl - ist alles anders. „Jetzt ist das alles keine super Idee mehr. Jetzt erfüllt plötzlich der Kindergarten bis 13 Uhr eine wichtige Betreuungs- und Bildungsfunktion. Nach 13 Uhr nicht mehr, Frau Landesrätin Haberlander?“

Buchmayr: „Die ÖVP will die Frauen schlicht aus dem Berufsleben hinausdrängen. Sie hat kein Interesse, Mütter in Vollzeitjobs zu bringen, sie bei ihrem Einsatz zu unterstützen. Leistung muss sich wieder lohnen, ist einer der ÖVP Leitsprüche. Die Leistung berufstätiger Mütter kann sie damit nicht gemeint haben“.

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