Ulm/Schwarz: In Wien muss mehr und günstiger gebaut werden können

Betriebskosten in Wien zu hoch – Forderung nach mehr geförderten Wohnbau – Schaffung von leistbarem Eigentum

Wien (OTS) - Angesichts der Tatsache, dass sich 45 Prozent des Gemeindegebietes im Besitz der Stadt Wien befinde, würde man sich aus dem Planungsressort mehr für die Stadtentwicklung im Bezug auf den Wohnbau erwarten, erklärte heute ÖVP Wien Gemeinderat Wolfgang Ulm im Rahmen der Aktuellen Stunde im Gemeinderat. Kritik übte Ulm in diesem Zusammenhang auch an der Aussage von Christoph Chorherr, wonach „Grund und Boden der Allgemeinheit gehören“. Zwar könne man durchaus über die Besteuerung von Umwidmungsgewinnen diskutieren, allerdings werden diese im Rahmen der Immobiliensteuer bereits sehr hoch besteuert. Tatsache sei auch, dass in Wien zu wenig und zu teuer gebaut werde, so Ulm. „Es muss möglich sein, beim Wohnbau auch eine Billigschiene zu fahren.“

Kritik an den viel zu hohen Betriebskosten in Wien übte dagegen Gemeinderätin Sabine Schwarz. Bei einer durchschnittlichen Monatsmiete in Wien würden die Betriebskosten bereits 30 Prozent der Mietkosten betragen. Angesichts der jährlichen Gebührenüberschüsse, die die Stadt Wien regelmäßig erwirtschaftet, wäre es hier mehr als angebracht, „kostendeckend und nicht gewinnorientiert“ zu arbeiten, so Schwarz. Auch brauche es in Wien viel mehr geförderten Wohnbau. Wohnbau finde aktuell in Wien mit 70 Prozent vor allem im frei finanzierten Sektor statt und nicht im geförderten Wohnbau. „Vor zehn Jahren war das noch genau umgekehrt“, so Schwarz. Dabei seien nur sechs Prozent der frei finanzierten Wohnungen nicht preisgeregelt. „Also ist noch mehr Preisregelung der eindeutig falsche Weg“, so Schwarz. Weiters sei es auch notwendig, die Wiener Bauordnung auszumisten sowie wieder ein verstärktes Augenmerk auf die Schaffung von leistbarem Eigentum zu legen.

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