„kulturMontag“ am 23. Oktober: Viennale, Weltmuseum, Otto Wagner und mehr

Live-Gast KHM-Direktorin Sabine Haag – Beginnzeit aufgrund „Promi-Millionenshow“ um 23.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Martin Traxl begrüßt zur jüngsten Ausgabe des „kulturMontag“ am 23. Oktober 2017, der aufgrund der „Promi-Millionenshow“ erst um 23.10 Uhr in ORF 2 beginnt. Die Sendung widmet sich u. a. der soeben gestarteten Viennale, gibt einen Ausblick auf das umgestaltete Weltmuseum, das nächste Woche opulente Wiedereröffnung feiert, und thematisiert 100 Jahre Wiener Volkskundemuseum mit einer eigenen Ausstellung zum kulturwissenschaftlich diskursiven Heimatbegriff. Außerdem befasst sich das ORF-Kulturmagazin auch mit Otto Wagners visionärer Wiener Stadtbahn, die 2018 ihr 120-jähriges Bestehen feiert und nun Gegenstand eines neuen Buches ist, das zeitgleich auch die Kulturgeschichte der Verkehrsentwicklung in Wien erzählt. 2018 jährt sich außerdem der Todestag des visionären Architekten zum 100. Mal.

Von Afrika bis zum Himalaya – Weltreisen im neuen Weltmuseum

Am 25. Oktober ist es so weit – das Weltmuseum wird nach mehrjährigen Umbauarbeiten wiedereröffnet: mit einem von André Heller kuratierten opulenten Open-Air-Spektakel mitten am Heldenplatz, einer fulminanten Dauerausstellung und gleich fünf Sonderschauen. Mit rund 200.000 ethnographischen Objekten, 100.000 historischen Fotos und 146.000 Büchern zu außereuropäischen Kulturen auf 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zählt das Haus zu den bedeutendsten ethnographischen Museen der Welt. Einige Exponate seien unter fragwürdigen Umständen in die Sammlung gekommen. Damit wolle sich das Museum unter dem Titel „Im Schatten des Kolonialismus“ künftig selbstkritisch und offen auseinandersetzen, sagt der holländische „Noch-Direktor“ Steven Engelsman, der mit Jahresende das Haus verlassen wird. Live zu Gast im Studio ist KHM Generaldirektorin Sabine Haag. ORF III widmet sich dem neuen Weltmuseum Wien in zwei Sendungen: Am Tag der Wiedereröffnung berichtet ein „Kultur Heute Spezial“ (Mittwoch, 25. Oktober, 19.50 Uhr) live vom Ort des Geschehens, am Sonntag, dem 29. Oktober, präsentiert ein „ORF III Spezial“ (12.15 Uhr) die Highlights des Open-Air-Events.

Was ist Heimat? Ausstellung zum 100-Jahr-Jubiläum des Wiener Volkskundemuseums

In Wahlkampfzeiten oder politischen Umbrüchen hat der Heimatbegriff oft Hochkonjunktur. Ein diskursiver Terminus in der Kulturwissenschaft, der sich in all seinen Varianten nur schwer definieren lässt. Anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums nimmt das Volkskundemuseum im Wiener Gartenpalais Schönborn die eigene Geschichte unter die Lupe und analysiert anhand von Sammlungsobjekten den Heimatbegriff in verschiedenen politischen Systemen: vom Untergang der Monarchie über die Erste Republik, zum Austrofaschismus, Nationalsozialismus bis in die Zweite Republik – der Homo Austriacus im Zeitenwandel.

55. Viennale – Ein Hauch von Hollywood in Wien und Hommage an Hans Hurch

Rund 100.000 Fans und Cineasten zieht das international renommierte Wiener Filmfestival jährlich an. Gleich in der ersten Stunde des Vorverkaufs wurden heuer sagenhafte 22.000 Tickets abgesetzt. Ein wahrer Publikumsevent, bei dem nicht Preise, sondern die Filmkunst gefeiert wird. Zur Eröffnungsgala der 55. Viennale wurde der letzte Film des kürzlich verstorbenen Charakterdarstellers Harry Dean Stanton präsentiert. Weitere Highlights: Alexander Paynes skurrile Sci-Fi-Komödie „Downsizing“ mit Matt Damon und Österreichs Oscar-gekrönter Hollywood-Export Christoph Waltz als Stargast. Auch Oscarpreisträgerin Vanessa Redgrave ist Stargast des Festivals. Dem erst im Juli überraschend verstorbenen langjährigen Festivalleiter Hans Hurch ist eine Hommage gewidmet. Mit 300 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen in 14 Tagen ist die Viennale ein Marathon für alle Filmliebhaber. Der „kulturMontag“ gibt einen Ausblick auf die Höhepunkte.

Meilensteine der Wiener Baukunst – Otto Wagners visionäre Stadtbahn

2018 steht anlässlich seines 100. Todestages ganz im Zeichen des österreichischen Wegbereiters der Moderne, Otto Wagner. Dieser zählt bis heute zu den weltweit bedeutendsten Architekten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Seine Architektur prägt das Stadtbild wie keine andere und ist Bestandteil des Alltags in Wien. Wagners Stadtbahn, die ihrerseits 2018 ihr 120-jähriges Bestehen feiert, ist jetzt ein umfangreiches Buch gewidmet, eine Kulturgeschichte der Verkehrsentwicklung in Wien, die beispielgebend war. Denn mit Otto Wagner war erstmals ein Architekt in einem Metier am Werk, das bis dahin ausschließlich Ingenieurs-Aufgabe war. 1898 zur Eröffnung der Stadtbahn hat sich die Wahrnehmung der Wiener für ihre Stadt mit einem Schlag völlig verändert, Passagiere konnten plötzlich rasch und unkompliziert von A nach B gelangen. In den 1890er Jahren hatte Wien immerhin zwei Millionen Einwohner. Nebst verkehrsmäßigen Veränderungen war die Bahnfahrt in der Stadt gleichzeitig auch ein ästhetisches Erlebnis, weil vielfach und zumeist über der Erde – im Gegensatz zu vielen U-Bahnen, die zu jener Zeit in anderen Metropolen gebaut wurden. Mit der Errichtung der Stadtbahn und seiner „Architektur der Beschleunigung“ schaffte Otto Wagner den Durchbruch und gilt heute als einer der berühmtesten Architekten seiner Zeit.

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