ÖH ad Nationalratswahl: Unsere Forderungen bleiben aufrecht

Dem Hochschulraum Österreichs droht durch die politische Verschiebung nach rechts Verschlechterung

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) zeigt sich besorgt über den Ausgang der Nationalratswahl 2017. Mit dem Vorliegen des endgültigen Auszählungsergebnisses zeigt sich auch in Österreich, dass der politische Trend immer stärker nach rechts geht. Dies zieht nicht nur gesamtgesellschaftliche Konsequenzen nach sich, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf die Zukunft des österreichischen Hochschulraums. Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren sind nur die augenscheinlichsten Folgen, die jedoch auch die Benachteiligung vieler Studierender mit sich bringen.

„Unabhängig vom Ergebnis bleiben unsere Forderungen an die zukünftige Bundesregierung aufrecht“, sind sich Johanna Zechmeister, Hannah Lutz und Marita Gasteiger vom Vorsitzteam der ÖH einig. Der von der ÖH im Vorfeld der Nationalratswahl veröffentlichte Forderungskatalog richtete sich an alle kandidierenden Parteien. „Bildung muss als eine Einheit verstanden werden, daher braucht es dringend ein eigenständiges Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung“, stellt Zechmeister fest. „Die Universitäten müssen endlich mit den entsprechenden Mitteln ausgestattet werden, um qualitätsvolle Lehre für alle Studierenden sicherstellen zu können. Zugangsbeschränkungen werden keine Probleme lösen, sondern sie nur vergrößern.“ In ein ähnliches Horn stößt Lutz, die feststellt: „Die Daten der Studierendensozialerhebung zeigen in eine eindeutige Richtung. Mit der Erhöhung der Studienbeihilfe wurde ein wichtiger erster Schritt getan, doch jetzt braucht es eine Aufhebung der Altersgrenzen bei Beihilfen, um Studieren wirklich allen zugänglich zu machen. Das Modell der hauptberuflichen Studierenden läuft aus, studieren, leben und arbeiten müssen vereinbar sein.“ Neben Beruf und Studium gilt es für immer mehr Studierende auch, Betreuungspflichten wahrzunehmen. „Daher braucht es auch endlich genügend Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Studierende mit Kindern“, ergänzt Gasteiger. „Darüber hinaus ist es wichtig, die realen Verhältnisse an den Hochschulen auch in den universitären Gremien abzubilden und wieder zur drittelparitätischen Besetzung zurückzukehren, um der größten Personengruppe an den Universitäten, den Studierenden, entsprechend Gehör verschaffen zu können.“

Die ÖH versteht sich als politisch unabhängige Interessensvertretung aller Studierender. Daher wird sie die geforderten Inhalte auch an den Verhandlungstisch bringen, sobald die neue Bundesregierung im Amt ist. „Sollten unsere Forderungen jedoch nicht gehört werden, werden wir uns etwas anderes überlegen müssen“, so das Vorsitzteam abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖH - Österreichische HochschülerInnenschaft
Maximilian Blassnig
Pressesprecher
+43/676/88852212
max.blassnig@oeh.ac.at
oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001