Bayr zum AidWatch-Report: Österreich wieder im Spitzenfeld der Phantomhilfe

Internationaler Tag der Armut: 767 Millionen Menschen unter der Armutslinie

Wien (OTS/SK) - „Österreich liegt bei der Phantomhilfe im Spitzenfeld. Das muss sich schleunigst ändern, fordert Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich der heutigen Präsentation des AidWatch Reports von der europäischen NGO-Plattform CONCORD. „Zieht man die so genannte Phantomhilfe von der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit ab, leistet Österreich nur 0,22 Prozent des Bruttonationaleinkommens für EZA (Entwicklungszusammenarbeit). Damit sind wir real Lichtjahr vom 0,7 Prozent Ziel entfernt“, zeigt sich Bayr verärgert. Phantomhilfe beschreibt jene Mittel, die zwar laut statistischen Vorgaben der OECD als EZA verbucht werden dürfen, aber nicht direkt der Armutsminderung in den Partnerländern dient. ****

„Gerade am heutigen Tag zur Beseitigung der Armut, gilt es genau hinzuschauen, wie die österreichischen Entwicklungszusammenarbeit agiert und welche Ziele sie verfolgt“, mahnt Bayr. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) dürfe weder der Förderung der heimischen Wirtschaft dienen noch als Maßnahme der Migrationsabwehr missbraucht werden. „767 Millionen Menschen leben weltweit unter der Armutslinie, das heißt, dass sie pro Tag weniger als 1,9 USD zu Verfügung haben. Das österreichische EZA-Gesetz hat das Ziel der Armutsminderung festgeschrieben. Dafür sollen auch die EZA-Mittel verwendet werden“, fordert Bayr. (Schluss) ew/mp

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