Bundesjugendvertretung: Make the internet great again! Zum Beispiel mit der Aufwertung von Medienkompetenz.

Im Anschluss an das IGF Austria gibt die BJV Empfehlungen zum Umgang im Netz

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt mit dem Thema Internet und Netzpolitik und vor allem auch der Hassrede im Netz auseinandergesetzt. Unter anderem ist die BJV in zahlreichen Gremien, wie dem IGF Austria, vertreten, um explizit die Perspektive junger Menschen zu repräsentieren.

Martina Tiwald, Vorsitzende der BJV, erklärt die Wichtigkeit des Themas: „Gerade in den letzten Wochen, Stichwort Wahlkampf, haben wir gesehen, was für ein fragiler Raum das Internet ist. Von Fake News, über Hate Speech bis extremistische Tendenzen konnten wir vieles beobachten. Dadurch wurde für uns deutlicher denn je, dass wir das Internet als neuen Raum des Zusammenlebens begreifen müssen. Und aktiv daran arbeiten müssen, diesen Raum auch so zu gestalten, wie wir gerne zusammenleben möchten. Das Internet bietet eine große Chance für die Demokratie, und das muss gewahrt und geschützt werden! Wir wünschen uns ein Netz, in dem sich junge Menschen sicher und frei, ohne Angst vor Diskriminierung und Hass, bewegen können.“ 

Dazu hat die BJV auch ganz konkrete Forderungen an die zukünftige Bundesregierung und den Nationalrat: „Wir lobbyieren ganz stark für mehr Medienbildung in der Schule und der außerschulischen Jugendarbeit. Das kann auch durchaus im Zusammenhang mit Politischer Bildung stehen, die wir uns seit Jahren als eigenes Schulfach wünschen. Außerdem braucht Medienbildung einen viel höheren Stellenwert in der PädagogInnenausbildung. Beim IGF Austria wurde erwähnt, dass Medienkompetenz, also zum Beispiel die Bewertung von Informationen, im Bildungssystem den Stellenwert von Lesen und Schreiben haben sollte, und das können wir nur unterstreichen. Eine kritische Auseinandersetzung mit Technik, Inhalt und Quellen sollte jeder junge Mensch erfahren!“ 

Doch es geht auch ganz grundsätzlich um ein gesellschaftliches Bewusstsein, wie wir im Netz miteinander umgehen wollen, so Tiwald weiter: „Es ist Zeit, dass wir uns als Gesellschaft überlegen, nach welchen Regeln wir im Netz fair miteinander leben wollen. Das kann damit beginnen, dass PolitikerInnen und Personen des öffentlichen Lebens mit gutem Beispiel vorangehen. Zivilcourage und Fairness zeigen ist hier wichtiger denn je. Wir hoffen, dass auch die Parlamentsparteien dem Thema Hass im Netz ausreichend Wichtigkeit zuschreiben.“

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