Welt-Osteoporose-Tag: Apothekerinnen und Apotheker beraten

Akkurate Einnahme von Osteoporose-Medikamenten wichtig für Therapieerfolg

Wien (OTS) - Damit die Therapie von Osteoporose-Erkrankten optimal wirken kann, ist die korrekte Einnahme des jeweils verschriebenen Arzneimittels von enormer Bedeutung! Im Zuge des Welt-Osteoporose-Tags am 20.10.2017 informieren Apothekerinnen und Apotheker über Wirkungen, Neben- und Wechselwirkungen von Osteoporose-Medikamenten. Eine neue Osteoporose-Patientenbroschüre der Initiative Arznei & Vernunft liegt kostenlos in allen Apotheken in Österreich auf. 

In Österreich leiden Experten zufolge rund 370.000 Frauen und ca. 90.000 Männer an Osteoporose. Bis zum 30. Lebensjahr können durch ausgewogene Ernährung, regelmäßiges körperliches Training die Knochen gestärkt werden. Bewegungsmangel, Untergewicht, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum erhöhen im Erwachsenenalter das Risiko für Osteoporose. Aber nicht nur die klassischen Risikofaktoren können zu Osteoporose führen, sondern auch Diabetes, COPD oder Essstörungen können zu sekundärer Osteoporose führen. Bei der Einnahme von Osteoporose-Medikamenten ist auch darauf zu achten, dass zusätzlich ausreichend Kalzium und Vitamin D aufgenommen wird. Im Idealfall passiert das über die Nahrung. Wenn nicht, müssen zusätzlich Tropfen oder Tabletten eingenommen werden.  

In der Apotheke zeigt sich im Umgang mit Osteoporose-Betroffenen, dass speziell die Einnahme der Medikamente inklusive Kalzium und Vitamin D genau erklärt werden muss, damit die Therapie richtig wirkt. Mit unserer strukturierten Beratung und der neuen Patientenbroschüre, die in allen 1.400 Apotheken verteilt wird, leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis dieser unterschätzten Krankheit und zu einer Verbesserung des Therapieerfolges. Durch den niederschwelligen Zugang können wir Apothekerinnen und Apotheker bei Risikopatienten Osteoporose frühzeitig thematisieren, um diese Patienten rechtzeitig zu medizinischer Diagnose und Therapie zu führen“, so Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. 

Achtung Wechselwirkungen!

Wie enorm wichtig die richtige Einnahme von Osteoporose-Medikamenten ist, zeigt sich an einem Beispiel aus der Praxis, wenn Bisphosphonate verordnet werden: Nach der Einnahme von Bisphosphonaten, die nüchtern morgens in aufrechter Position (nicht liegend!) erfolgen soll, darf der Patient frühestens nach 30 Minuten frühstücken. Die Einnahme soll mit einem Glas Leitungswasser (mindestens 200 ml) erfolgen, da Wechselwirkungen entstehen, wenn man die Arzneimittel mit Mineralwasser oder Milch schluckt. Diese Einnahme-Kriterien sind für viele Betroffene, besonders für ältere, geschwächte Menschen oder Bettlägrige, ein großes Problem. Zum Glück stehen hier alternativ Wochentabletten, Monatstabletten oder Injektionen zur Verfügung, welche die Verabreichung wesentlich erleichtern. Auf diese Weise erreicht man auch bei dieser Patientengruppe eine höhere Therapietreue, die in der Behandlung von Osteoporose besonders wichtig ist. Bei Fragen zur korrekten Einnahme von Osteoporose-Arzneimittel stehen Ihnen gerne Ihre Apothekerin bzw. Ihr Apotheker zur Verfügung. 

Neue Osteoporose-Patientenbroschüre

Die Initiative „Arznei & Vernunft“, ein gemeinsames Projekt von Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pharmig, Österreichischer Ärztekammer und Österreichischer Apothekerkammer hat eine neue Osteoporose-Patientenbroschüre herausgebracht.  Die Broschüre beinhaltet Informationen über die Erkrankung, die aktuellen medizinischen und nicht-medizinischen Therapien, welche Änderungen des Lebensstils erfolgen sollten, welche Rolle die Ernährung dabei spielt und enthält auch Tipps für den Alltag. Erhältlich ist die Osteoporose-Patientenbroschüre in den Apotheken. 

Apotheken auf einen Blick

„Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.“ In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten knapp 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker in den österreichischen Krankenanstalten wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten.

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E-Mail: gudrun.kreutner@apothekerkammer.at, elisabeth.ort@apothekerkammer.at

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