SWV Wien: Wichtiger Meilenstein für Absicherung von Selbständigen beschlossen

Abschaffung des Selbstbehalts muss folgen

Wien (OTS/SWV Wien) - "Mit dem Krankengeld ab dem vierten Tag wird endlich eine wichtige Lücke im sozialen Netz für Selbstständige geschlossen", begrüßt Fritz Strobl, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien (SWV Wien), den Beschluss des SPÖ-Antrags im Nationalrat. Bisher hatten UnternehmerInnen erst nach 43 Tagen Anspruch auf Krankengeld. Künftig soll gelten: Wer länger als 43 Tage krank ist, erhält das Krankengeld künftig rückwirkend ab dem vierten Tag ausbezahlt. "Wir bleiben dabei, wer krank wird, darf nicht gleich vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen. Daher wünschen wir uns, dass es nicht bei diesem Schritt bleibt, sondern die soziale Absicherung für Selbstständige weiter ausgebaut wird und die ÖVP ihre Blockade aufgibt", fordert Strobl. ++++

"Das Krankengeld ab dem vierten Tag ist ein wichtiger Meilenstein für die Betroffenen", betont auch Marcus Arige, Vizepräsident des SWV Wien. An den Details gilt es aber weiterhin zu arbeiten. "Durch die neue Regelung werden Härtefälle abgemildert. Das ist dringend notwendig. Das Krankengeld sollte es aber nicht nur rückwirkend für Menschen geben, die länger als 43 Tage krank sind, sondern generell ab dem vierten Tag der Krankheit", so Arige.

Selbstbehalt abschaffen!

Für eine gute soziale Absicherung von Selbstständigen fordert der Vizepräsident zudem die Abschaffung des Selbstbehalts:
"Selbstständige können sich Krankheit oder Schwangerschaft kaum leisten. Denn bei jedem Arztbesuch sind 20 Prozent Selbstbehalt fällig. Darunter leiden Selbstständige und Gesundheitssystem, denn nicht behandelte Krankheiten führen oft zu hohen Kosten."

Die Geschäftsführerin des SWV Wien, Katharina Schinner ergänzt: "Die ÖVP behauptet immer wieder, dass der Selbstbehalt ein Lenkungsinstrument sei. Tatsächlich ist der Selbstbehalt aber nur eine ungerechtfertigte Steuer auf das Kranksein. Es ist aber nicht verwunderlich, dass die ÖVP die kleinen Betriebe nicht im Auge hat. Wie man im jetzigen Wahlkampf sieht, geht es ihnen nur um die Superreichen und Großspender." Darüber hinaus begrüßt sie, dass künftig kleine Betriebe mehr Unterstützung erhalten, wenn ArbeitnehmerInnen erkranken.

So soll der Zuschuss, den Kleinunternehmen im Falle der Erkrankung eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin aus Mitteln der Unfallversicherung erhalten, von 50 auf 75 Prozent des fortgezahlten Entgelts erhöht werden. "Unsere Aufgabe ist es, die Unternehmen bestmöglich zu unterstützen. Mit dem Krankgeld ab dem vierten Tag und der höheren Entgeltfortzahlung wurden dazu im Nationalrat wichtige Schritte gesetzt", so Schinner abschließend.

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