Pensionistenverband: 2018 bringt höhere Anpassung für kleine und mittlere Pensionen

Parlament beschloss die vom Pensionistenverband im August geforderte sozial gestaffelte Pensionsanpassung

Wien (OTS) - Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha bezeichnete das vom Pensionistenverband zu guter Zeit bereits im August vorgestellte und jetzt im Parlament beschlossene Pensions-Anpassungsmodell für 2018 „als wichtigen und richtigen Beschluss des Nationalrates“. Blecha: „Nach der SPÖ, die sofort Zustimmung signalisierte, haben sich schlussendlich auch alle anderen Parlamentsparteien außer den NEOS dem Pensionistenverbands-Modell angeschlossen, wonach kleine und mittlere Pensionen mehr bekommen. Wichtig war auch, dass die Pensionsanpassung vor der Wahl fixiert wurde, denn niemand weiß, was nach der Wahl passiert“, so Blecha.

Ein Drittel mehr als gesetzlich vorgesehen

Pensionen bis 1.500 Euro Monatsbrutto werden demnach statt der errechneten statistischen Teuerung von 1,6 Prozent im Jahr 2018 um 2,2 Prozent erhöht. „Davon profitieren 1,7 Millionen Pensionisten – jene die es am dringendsten brauchen – sie bekommen über ein Drittel mehr!“, so der Pensionistenverbands-Präsident.
Konkret bedeutet das: Eine 1.200 Euro Pension hätte bei 1,6 Prozent rund 270 Euro im Jahr Pensionsanpassung erhalten. Jetzt wird diese Pension um 370 Euro erhöht. Blecha: „Ein zusätzliches Plus von 100 Euro und das nachhaltig!“ Die Ausgleichszulage („Mindestpension“) wird ebenfalls um 2,2 Prozent erhöht. Blecha bezeichnete diverse Wortspenden im Parlament, wonach die stärkere Anhebung der kleinen und mittleren Pensionen ein „Wahlzuckerl“ sei, als „zynisch“. „Bezieher kleinerer und mittlerer Pensionen spüren die Teuerung vor allem bei den Lebensmitteln und den Wohnungskosten stärker, daher müssen ihre Pensionen auch stärker erhöht werden“, so der Pensionistenverbands-Präsident.
Pensionen zwischen monatlich 1.500 und 2.000 Euro brutto bekommen einheitlich 33 Euro monatlich. Diese 33 Euro bedeuten für die 1.500-Euro-Pension eine Anpassung von plus 2,2 Prozent, die 33 Euro entsprechen bei 1.750 Euro Monatspension einer Anpassung von plus 1,9 Prozent und bei 2.000 Euro Monatspension machen die 33 Euro Anpassung plus 1,7 Prozent aus. Von 2.000 Euro monatlicher Bruttopension bis zur ASVG-Höchstpension von 3.355 Euro gibt es die ermittelte Teuerungsabgeltung von plus 1,6 Prozent. Über der ASVG-Höchstpension von 3.355 bis zu 4.980 Euro wird stufenweise von plus 1,6 auf Null abgeschliffen. Hohe Beamten- und Sonderpensionen über 4.980 Euro bekommen 2018 keine Anpassung.

Ein Plus für 2,3 Millionen Pensionisten

Blecha erinnerte daran, dass dieser Erfolg des Pensionistenverbandes der überwiegenden Zahl der österreichischen Pensionistinnen und Pensionisten einen nachhaltigen finanziellen Vorteil bringt. Blecha:
„Der Pensionistenverband mit seinen rund 400.000 Mitgliedern hat damit wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass er erfolgreich die Interessen der Pensionistinnen und Pensionisten vertritt. Unser Erfolg bringt mehr als 2,3 Millionen Seniorinnen und Senioren mehr Geld im Börsel!“ (Schluss)

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Pensionistenverband Österreichs
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Generalsekretär
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