SVA / Herzog zu Beschluss im Nationalrat: Ausweitung der Krankengeldzahlung muss langfristig finanzierbar sein

Nein zu Beitragserhöhungen und Zusatzbelastungen der Versichertengemeinschaft

Wien (OTS) - Die Erhöhung des Zuschusses für Betriebe bei der Entgeltfortzahlung von 50 Prozent auf 75 Prozent als auch die rückwirkende Auszahlung des Krankengeldes bereits ab dem 4. Tag bei lang anhaltender Arbeitsunfähigkeit stellen für viele Kleinbetriebe und Ein-Personen-Unternehmen eine wichtige Verbesserung dar. "Der Ausbau von Unterstützungsleistungen für Betriebe, die vor schwierigen Situationen stehen, ist grundsätzlich positiv. Die gestern im Nationalrat beschlossene Ausweitung des Entgeltfortzahlungszuschusses sowie die Leistungsausweitung des Krankengeldes für Selbständige ist jedoch nur die halbe Arbeit des Gesetzgebers”, so Alexander Herzog, Obmann-Stv. der SVA zur gestrigen Einigung in der letzten Parlamentssitzung der Legislaturperiode. Herzog weist darauf hin, dass diese zusätzlichen Leistungen zu 100 Prozent von Unternehmern innerhalb der eigenen Versichertengemeinschaft finanziert werden. Für die SVA Versichertengemeinschaft bedeutet der gestrige Beschluss, dass zusätzliche Kosten von rund 30 Millionen Euro pro Jahr zu tragen sind. Die soziale Absicherung der österreichischen Selbständigen ist eine zentrale Verantwortung - ebenso wichtig ist, dass Leistungsausweitungen auch langfristig finanzierbar sind. Selbständige müssen sich auf ihre Sozialversicherung in jeder Situation verlassen können.

Die Versichertengemeinschaft der SVA trage zwar die große Last des gesamten Leistungsaufkommens aus eigener Kraft, aber jede weitere ausgabenseitige Ausweitung müsse auch gedeckt werden. „Ich stehe nicht für eine Leistungsausweitung zur Verfügung, die mit erhöhten Beiträgen oder sonstigen Zusatzbelastungen für unsere Versicherten finanziert werden muss. Als SVA haben wir in den vergangenen Jahren viel erreicht - mehr Leistung bei geringeren Beiträgen. Ich möchte diesen verlässlichen Weg weitergehen. Es wird jetzt die wichtige Aufgabe einer neuen Bundesregierung sein, die beschlossene Ausweitung auch seriös zu Ende zu denken und finanziell abzusichern", so Herzog abschließend.

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