10 Jahre Kooperation der Österreichischen Sparkassen mit dem Dachverband Hospiz Österreich

Die Kooperation unterstützt rund 2.300 ehrenamtliche HospizbegleiterInnen in sechs Bundesländern bei ihrem Einsatz für ein menschenwürdiges Sterben

Hospizeinrichtungen begleiten Menschen in einer schwierigen Zeit durch Zuwendung und Verständnis. Auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen unterstützen Menschen dabei die letzte Lebensphase in gewohnter Umgebung zu erleben und ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen. Als Partner der Hospizbewegung und deren Prinzipien bekennen wir uns zum gemeinnützigen Mehrwert und dem menschlichen Umgang bei der Versorgung von Sterbenden.
Gerhard Fabisch, Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes
Noch bevor die Politik die gesellschaftlich notwendigen Rahmenbedingungen für die Unterstützung der Hospiz- und Palliativversorgung erkannt hat, setzte die österreichische Sparkassengruppe wesentliche Impulse und Hilfestellungen für die Hospizbegleitung in Österreich.
Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich
Sterbende und ihre Angehörigen sind in der Gesellschaft noch immer isoliert, obwohl der Tod uns alle ereilen wird. Wir möchten daher nicht nur mithelfen Pflege zuhause zu ermöglichen und Ehrenamtliche auszubilden, sondern auch die Gesellschaft insgesamt für das Thema sensibilisieren.
Maribel Königer, Leiterin der Kommunikation der ERSTE Stiftung

Wien (OTS) - Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich, betonte bei der Feier der 10-jährigen Kooperation am 12. Oktober am Erste Campus: „Noch bevor die Politik die gesellschaftlich notwendigen Rahmenbedingungen für die Unterstützung der Hospiz- und Palliativversorgung erkannt hat, setzte die österreichische Sparkassengruppe wesentliche Impulse und Hilfestellungen für die Hospizbegleitung in Österreich.“

Seit 2007 kooperieren die Österreichischen Sparkassen mit dem Dachverband Hospiz Österreich, um die ehrenamtliche Hospizbegleitung in Österreich zu fördern.

Sektionschef Gerhard Aigner (BMGF) und Sektionschef Manfred Pallinger (BMASK) drückten in ihren Grußworten am Beginn der Veranstaltung große Wertschätzung für die Arbeit ehrenamtlicher HospizbegleiterInnen und hauptamtlicher Fachkräfte in der Hospiz- und Palliativversorgung aus. Sie betonten, dass es bei politischen Entscheidungen in diesem Bereich letztlich immer um die schwerkranken Menschen und ihre Angehörigen geht.

Gerhard Fabisch: Der Gründungsauftrag der Sparkassen

Gerhard Fabisch, Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes, verwies auf den Gründungsauftrag der Sparkassen: "Hospizeinrichtungen begleiten Menschen in einer schwierigen Zeit durch Zuwendung und Verständnis. Auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen unterstützen Menschen dabei die letzte Lebensphase in gewohnter Umgebung zu erleben und ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen. Als Partner der Hospizbewegung und deren Prinzipien bekennen wir uns zum gemeinnützigen Mehrwert und dem menschlichen Umgang bei der Versorgung von Sterbenden."

MitarbeiterInnen der Sparkassengruppe als HospizbegleiterInnen

Eine besonders erfreuliche Frucht der Kooperation ist das Engagement von MitarbeiterInnen der Sparkassen, Erste Bank und ERSTE Stiftung als ehrenamtliche HospizbegleiterInnen. Die Unternehmensgruppe übernimmt die Ausbildungskosten. Karl Harnoncourt, Initiator der ersten Kooperation in der Steiermark 2004, dankte zweien von ihnen, stellvertretend für alle HospizbegleiterInnen in Österreich.

Die ERSTE Stiftung und ihr Beitrag

Die ERSTE Stiftung engagiert sich insbesondere für die Förderung der ehrenamtlichen Hospizarbeit in Wien sowie in den Bundesländern Salzburg und Burgenland. Auch der Wiener Hospiz- und Palliativtag findet seit Jahren mit ihrer Unterstützung statt. Die Broschüre „begleiten bis zuletzt“ für Angehörige kann dank Zuwendungen der Stiftung und des Sozialministeriums auch in Rumänisch, Ungarisch und Slowakisch erscheinen. Maribel Königer, Leiterin der Kommunikation der ERSTE Stiftung: „Sterbende und ihre Angehörigen sind in der Gesellschaft noch immer isoliert, obwohl der Tod uns alle ereilen wird. Wir möchten daher nicht nur mithelfen Pflege zuhause zu ermöglichen und Ehrenamtliche auszubilden, sondern auch die Gesellschaft insgesamt für das Thema sensibilisieren.“

Das Engagement von Hospiz Österreich

Die Kooperation zwischen den Österreichischen Sparkassen und Hospiz Österreich unterstützt den Dachverband bei der Entwicklung und Förderung der ehrenamtlichen Hospizbegleitung: so konnte z.B. das Ausbildungscurriculum zur Befähigung Ehrenamtlicher adaptiert, nationale und internationale Symposien für Ehrenamtliche organisiert, die Broschüre „begleiten bis zuletzt“ für pflegende Angehörige aktualisiert und gedruckt werden. Leena Pelttari, Geschäftsführerin des Dachverbandes Hospiz Österreich, kann das große österreichische Knowhow zum Ehrenamt in Hospiz und Palliative Care auf Ebene der Europäischen Gesellschaft für Palliative Care (EAPC) einbringen. Sie stellte bei der Feier die von ihr mitentwickelte EAPC Charta „Voice of Volunteering“ zur Stärkung des Ehrenamts in Europa vor und rief alle auf zu unterschreiben.

Aktueller Stand

2007 wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Steiermark durch eine Kooperation mit dem Dachverband Hospiz Österreich auf die Österreichebene gehoben. Infolgedessen entwickelten sich weitere Kooperationen zwischen landeskoordinierenden Hospizorganisationen und Landes-Sparkassen, Erste Bank bzw. ERSTE Stiftung. Durch diese Kooperationen können die Ausbildung der ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen und ihre Fortbildung sowie die Koordination der Hospizteams mitfinanziert werden. Rund 93 Hospizteams in sechs Bundesländern mit rund 2.300 ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen und die von ihnen begleiteten Menschen profitieren aktuell von solchen Kooperationen.

EAPC Charta Voice of Volunteering - Meine Stimme für das Ehrenamt in Hospiz und Palliative Care
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Rückfragen & Kontakt:

Dachverband HOSPIZ Österreich (DVHÖ)
Mag.a Anna H. Pissarek
01 803 98 68 3
anna.pissarek@hospiz.at
www.hospiz.at

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