Frauenberger eröffnet topmoderne Akutgeriatrie im Kaiser-Franz-Josef-Spital

Abteilung umfasst sechs Stationen mit 136 Betten für 1.800 PatientInnen pro Jahr

Wien (OTS) - Mit 7. Oktober 2017 übersiedelte die letzte Abteilung des Sophienspitales – die Akutgeriatrie – in das Kaiser-Franz-Josef-Spital, des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV). Das Sophienspital, das seit über 70 Jahren von der Stadt Wien betrieben wird, schließt damit endgültig seine Pforten. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Geriatriezentrums Sophienspital fanden bereits im Winter 2015 eine neue Heimat im modernen Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus. Die Leistungen des Sophienspitals werden nun in den Favoritner KAV-Standort eingebettet. Im Kaiser-Franz-Josef-Spital werden nun die bestehende Abteilung für Akutgeriatrie und die des Sophienspitales zusammengeführt. Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger geht es um die optimale Versorgung älterer Menschen:
"Spitzenmedizin für alle hat in Wien keine Altersbeschränkung. Ältere Menschen, die eine akutgeriatrische Behandlung benötigen, sind hier in Favoriten bestens aufgehoben. Hier werden sie behandelt und können dann möglichst wieder dorthin, wo sie sich am wohlsten fühlen: in ihre eigenen vier Wände", so Frauenberger. Unter der Leitung von Marcus Köller können jährlich rund 1.800 Patientinnen und Patienten behandelt werden.

Die neue ärztliche Direktorin des Kaiser-Franz-Josef-Spitals, Michaela Riegler-Keil, ist stolz auf die moderne Abteilung: "Die sechs Stationen mit insgesamt 136 Betten sind bestens ausgestattet. In freundlichen Ein- und Zweibett-Zimmern mit Bad, Balkon und Behandlungs- und Therapieräumen finden künftige Patientinnen und Patienten alle Rahmenbedingungen für ihre rasche Rehabilitation vor", so Riegler-Keil. Michael Binder, Bereichsleiter für medizinische Angelegenheiten im KAV, sieht in der neuen Akutgeriatrie einen wichtigen Schritt in die Zukunft der Wiener Gesundheitsversorgung:
„Glücklicherweise werden wir alle immer älter – für das Gesundheitssystem bedeutet das, dass es sich auf diese Entwicklung einstellen muss. Genau das setzen wir mit der Ausweitung geriatrischer Angebote wie hier im Kaiser-Franz-Josef-Spital um. Wir garantieren damit, dass wir eine für alle Altersgruppen adäquate medizinische Versorgung anbieten können.“

Die Anbindung der Akutgeriatrie an ein Schwerpunktspital ist sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein großer Vorteil. "Unsere Patientinnen und Patienten haben oftmals neurologische oder internistische Erkrankungen. Jetzt haben wir sämtliche Fachabteilungen in unmittelbarer Nähe, können uns mit den Kolleginnen und Kollegen austauschen und die Patientinnen und Patienten noch besser versorgen", so Geriatrieexperte und Abteilungsleiter Marcus Köller.

Ältere Menschen möchten solange wie möglich selbstständig in ihren eigenen vier Wänden leben. Eine akute Erkrankung oder ein Sturz ist besonders für hochbetagte Menschen ein großer Einschnitt, da sie weniger Reserven haben, die Belastungen einer Erkrankung zu bewältigen. Hier setzt die Akutgeriatrie an. Durch verstärkte therapeutische Maßnahmen und Training von Aktivitäten des täglichen Lebens wie z. B. Ankleiden, Kochen oder Stiegen steigen, werden funktionelle Fähigkeiten nach Möglichkeit wieder hergestellt. Egal ob Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder physikalische Behandlungen – oberstes Ziel ist immer, dass die Patientinnen und Patienten wieder selbstständig daheim Leben können.

Bis Februar 2018 wird die Räumung des Sophienspitales dauern. In der Zwischenzeit wird vom Fonds Soziales Wien (FSW) eine Wärmestube, eine Notschlafstelle und ein Beratungszentrum für Obdachlose eingerichtet.

Die Liegenschaft in Neubau ist aufgrund der Größe und Lage für mehrere Nutzungen interessant. Derzeit wird die Nachnutzung geprüft und eine Bebauungsstudie beauftragt. Ausgearbeitet wird eine Verwendung für Wohnbau und Bildungseinrichtungen.

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