AK Kärnten: Beschlüsse des Nationalrates vom 12. Oktober erfüllt lang gehegte Forderungen von Arbeiterkammer und Gewerkschaft.

AK-Kärnten Präsident Günther Goach: Spiel der freien Kräfte ermöglichte wichtige Beschlüsse für Arbeitnehmer

Klagenfurt (OTS) - Mit den Beschlüssen des Nationalrates vom 12. Oktober wurden lange gehegte Forderungen von Arbeiterkammer und Gewerkschaft erfüllt: Arbeiter und Angestellte wurden weitestgehend gleichgestellt, die Internatskosten von Lehrlingen trägt zukünftig der Arbeitgeber. Kärntens AK-Präsident Goach: „Die Zwei-Klassen-Behandlung im Arbeitsrecht hat nun endlich ein Ende. Junge Menschen werden in ihrer Ausbildung unterstützt.“ In Kärnten profitieren von der Gleichstellung aktuell knapp 87.000 Arbeiter.

In der gestrigen Sitzung des Nationalrates wurden durch freie Mehrheitsbildung von SPÖ, FPÖ und Grünen langjährige Forderungen von Arbeiterkammer und ÖGB umgesetzt. Als bedeutende Meilensteine bezeichnete Kärntens AK-Präsident Günther Goach das Ende der Zwei-Klassen-Behandlung von Arbeitern und Angestellten: „Die Kündigungsfrist, Dienstverhinderungsgründe und die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall zwischen Arbeitern und Angestellten werden endlich angeglichen.“ Goach nannte ein Beispiel: „Bislang konnte eine Reinigungskraft im ersten Dienstjahr ohne eine Kündigungsfrist auf die Straße gesetzt werden – dies wird in Zukunft nicht mehr möglich sein.“

Goach betonte, wie wichtig es ist, dass auch in Zukunft eine Trennung zwischen den Betriebsratsgremien von Arbeitern und Angestellten erhalten bleibt: „Die Vertreterinnen und Vertreter der Belegschaft müssen einen Bezug zur durchzuführenden Arbeit und den Arbeitern haben. Ohne jemanden nahetreten zu wollen, wäre es sonst so, als wenn ein Blinder von Farben spricht.“

Für Jugendliche in der Lehre konnte ebenfalls eine wichtige Entlastung erreicht werden: Die Internatskosten werden zukünftig vom Lehrbetrieb übernommen. „In einigen Kollektivverträgen war die Übernahme der Internatskosten bereits vereinbart, nun profitieren alle Lehrlinge“, erklärt Goach, dass nun alle 7.100 Lehrlinge in Kärnten gleichgestellt sind.

Kein Verständnis zeigte Goach für die ÖVP: „Obwohl die ÖVP die Forderung im eigenen Wahlprogramm formuliert hat, haben sie gegen die längst überfällige Angleichung der Arbeiter- an die Angestelltenrechte gestimmt.“

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