Bayr: Frauen auf dem Land systematisch benachteiligt

Klimaerhitzung und bewaffnete Konflikte: Hunger in der Welt breitet sich wieder aus

Wien (OTS/SK) - „Die Anzahl jener Menschen, die abends hungrig zu Bett gehen, ist erstmals seit 10 Jahren wieder angestiegen. Das ist sehr besorgniserregend“, stellt Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober fest. Laut der FAO leiden 815 Millionen Menschen unter Hunger. Die steigende Zahl ist nicht nur auf das Bevölkerungswachstum, sondern vor allem auf durch die Klimaerhitzung bedingte Wetterextreme und bewaffnete Konflikte zurückzuführen. „Wir sehen, dass die Klimaerhitzung die größte Herausforderung für die Zukunft ist, die internationale Staatengemeinschaft muss geschlossen gegensteuern“, fordert Bayr. ****

„Frauen und Kinder sind von Unter- und Mangelernährung besonders betroffen“, streicht Bayr hervor. Einen Tag vor dem Welternährungstag, am 15. Oktober, ist der internationale Tag der Frauen am Land. „Wenn man bedenkt, dass Frauen in Asien, Afrika und Lateinamerika zwischen 60 und 80 Prozent der Grundnahrungsmittel produzieren, erscheint es paradox, dass Frauen überproportional von Hunger betroffen sind“, betont Bayr. Systematische Benachteiligung von Frauen müsse laut der Nationalratsabgeordneten ein Ende finden. Das Nachhaltige Entwicklungsziel 5 sieht die Gleichstellung der Geschlechter vor. „Die Herausforderungen zur Geschlechtergleichstellung sind regional sehr unterschiedlich, Lösungen gibt es aber überall, wenn der politische Wille zur Umsetzung vorhanden ist“, mahnt Bayr auch die österreichische Regierung zur Umsetzung der Agenda 2030 auf nationaler und internationaler Ebene. (Schluss) ew/mp

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