SJ-Herr/Erker: „Unfairen Wettlauf beenden. Lohnschere schließen!“

Sozialistische Jugend zeigt Benachteiligung von Frauen mit unfairem Wettlauf, kritisiert 21,7% Lohnunterschied und erhebt Forderungen zum Equal Pay Day

Wien (OTS) - Hausarbeit, Kindererziehung und Pflege werden immer noch überwiegend von Frauen verrichtet. Mit Folgen für die Lohnarbeit: Schließt der Kindergarten schon um 14 Uhr, ist eine Vollzeitstelle unmöglich - 80% der Teilzeitkräfte sind Frauen! „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit muss endlich Realität werden. Dafür braucht es die richtigen Rahmenbedingungen. Ein flächendeckendes Angebot an ganztägiger Kinderbetreuung ist eine davon!“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend und NR-Kandidatin, am Donnerstag auf der Mariahilfer Straße in Wien. Hier zeigten Aktivistinnen der SJ, mit Kinderwagen & Einkaufssackerl bepackt und auf längerer Strecke, im unfairen Wettlauf mit Männern die Benachteiligung von Frauen und den Lohnunterschied von 21,7%.

„Wir wollen uns nicht länger in Geschlechter-Kategorien einteilen lassen. Brechen wir die Rollenbilder endlich auf!“, fordert Ines Erker, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich. Sie kritisiert vehement die niedrigen Gehälter in Berufen, in denen überwiegend Frauen  arbeiten, wie Kindergartenpädagogin oder Krankenpflegerin. „Mit einem Mindestlohn von 1.700 Euro muss hier ein erster Schritt gesetzt werden. Unser Ziel ist aber, dass sich junge Menschen für einen Beruf entscheiden, weil er sie interessiert, nicht weil sie Mann oder Frau sind!“, so Erker weiter.

Auch nach Abzug von Faktoren wie Teilzeitarbeit oder Branche bleibt ein Lohnunterschied übrig. „Frauen erhalten immer noch weniger Lohn für gleichwertige Arbeit, einfach weil sie Frauen sind!“, kritisieren die beiden SJ-VertreterInnen. Um die patriarchalen Strukturen aufzubrechen, braucht es mehr Lohntransparenz. „In Island werden Unternehmen ab 2020 verpflichtet, nachzuweisen, dass Frauen gleich entlohnt werden wie Männer. Auch in Österreich brauchen wir mehr Lohntransparenz!“, fordern Herr und Erker abschließend.


Bilder des Wettlaufes stellen wir auf Nachfrage gerne zur Verfügung!

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