Standortstärkung durch mehr Infrastruktur und Arbeitsplätze

500 neue Arbeitsplätze, Investitionen von 700 Mio. Euro – Wachstumsimpulse aus der pharmazeutischen Industrie werden ihr gleichzeitig zum Vorwurf gemacht.

2016 wurde weniger für Arzneimittel ausgegeben als im Jahr davor. Wir brauchen eine faire Preisgestaltung bei Arzneimitteln, egal ob innovative oder bewährte, um auch künftig in Arzneimittelforschung investieren zu können. Die kürzlich erfolgten Anpassungen im ASVG waren deutlich zum Nachteil pharmazeutischer Unternehmen.
Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig

Wien (OTS) - Das Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim hält weiter an der Standortstärkung fest. Mit 500 neuen Arbeitsplätzen und Investitionen bis zu 700 Mio. Euro setzt das weltweit agierende Unternehmen auf den Standort Österreich. Das ist erfreulich, aber gleichzeitig ist ein solches Wachstum einzelnen Institutionen ein Dorn im Auge. Dazu Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig: „Wir sehen immer wieder, wie einzelne Unternehmen Österreichs Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Wirtschaft stärken. Gleichzeitig wird aber der pharmazeutischen Industrie genau dieses Wachstum von manchen Seiten zum Vorwurf gemacht. So werden, dank restriktiver Gesetze, die Preise für Arzneimittel immer weiter nach unten gedrückt, was es den Unternehmen nicht leichter macht, den heimischen Markt mit ihren Produkten zu bedienen. Innovative Arzneimittel sind davon nicht ausgenommen.“

Aus wirtschaftlicher Sicht waren die letzten Gesetzesänderungen, die neue Preisregularien im Arzneimittelbereich schafften, nicht notwendig. Huber: „2016 wurde weniger für Arzneimittel ausgegeben als im Jahr davor. Wir brauchen eine faire Preisgestaltung bei Arzneimitteln, egal ob innovative oder bewährte, um auch künftig in Arzneimittelforschung investieren zu können. Die kürzlich erfolgten Anpassungen im ASVG waren deutlich zum Nachteil pharmazeutischer Unternehmen.“

Nur wenn innovative Produkte durch die Krankenkassen auch honoriert und diese für die Patienten rasch verfügbar gemacht werden, können Pharmaunternehmen im internationalen Wettbewerb weiterhin in Österreich bestehen und hier Investitionen tätigen. „Die Unternehmen stehen ja nicht nur im internationalen Wettbewerb, sondern sie müssen sich auch innerhalb ihres Konzerns mit Niederlassungen in anderen Ländern vergleichen und messen lassen. Wenn aus Österreich negative Signale gesendet werden, kann das derartige Entscheidungen über neue oder auszubauende Standorte zum Nachteil Österreichs beeinflussen“, warnt Huber. 

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