Vana: "Junckers EU-Kommission verantwortlich für Rückschritte bei Frauenrechten"

Österreich bei Gleichstellung unter EU-Schnitt, bei Lohnschere auf viertletztem Platz

Brüssel (OTS) - Der dritte Gleichstellungsbericht der EU-Kommission ist alarmierend: bei der Gleichstellung von Frauen gibt es in den letzten 12 Jahren kaum Fortschritte, in manchen Bereichen sogar Verschlechterungen. Am besten abgeschnitten haben skandinavische Länder, allen voran Schweden. Österreich liegt unter dem EU-Schnitt. Monika Vana, Co-Delegationsleiterin der Grünen im Europaparlament sagt dazu:

"Die EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker trägt für diese nun offenkundig belegte Misere große Verantwortung. Die Mutterschutz-Richtlinie zum Schutz schwangerer ArbeitnehmerInnen wurde von der Kommission bereits gegen massiven Widerstand von uns Grünen und der Zivilgesellschaft zurückgezogen. Eine Frauenquote für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen hängt seit Jahren am seidenen Faden. Der Gipfel an Verfehlungen ist, dass es seit 2016 nicht einmal mehr eine EU-Gleichstellungsstrategie gibt. Dass die Kommission trotz aller Forderungen der Zivilgesellschaft, des Europaparlaments und selbst des Rates keine neue Strategie vorgelegt hat, zeigt unmissverständlich, dass die Kommission Frauenrechte an der untersten Stelle der Prioritätenskala gereiht hat.

Die zuständige Kommissarin Vera Jourova ist vor allem damit beschäftigt, von den eigenen Verfehlungen abzulenken statt für die besten Voraussetzungen in Gleichstellungsfragen zu sorgen. Dabei wissen wir, dass über 64 Millionen Frauen in der EU von Armut betroffen sind, wir wissen, dass die Lohnschere immer weiter auseinandergeht. Die Lohnschere beträgt in Österreich 21,7%, der viertletzte Platz in der EU. Ab dem morgigen Equal Pay Day arbeiten Frauen hierzulande statistisch gesehen bis Jahresende umsonst."


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Pressesprecher Dr. Monika Vana, MEP
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