Mediengruppe ÖSTERREICH kritisiert "Media-Analyse"

Print- und Online-Nutzung werden immer stärker vermischt, Zeitungstitel ohne gleichlautendes Online-Portal werden massiv benachteiligt

Wien (OTS) - Die Mediengruppe ÖSTERREICH nimmt gerne zur angeblich "öffentlichen Verwarnung" der Media-Analyse Stellung.

ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner und ÖSTERREICH-Geschäftsführer Oliver Voigt betonen: "Es muss in einem demokratischen Land erlaubt sein, Kritik an einer – mittlerweile auch in der Branche höchst umstrittenen und zuletzt sogar von einem Gericht nicht rechtskräftig verurteilten – Marktforschungsmethode zu üben, für die alle Verlage sehr viel Geld bezahlen."

Voigt und Fellner weiters: "Gerade die heute veröffentlichten Zahlen der Media-Analyse beweisen, dass unsere Kritik nicht nur berechtigt sondern auch richtig war. Hauptpunkt unserer Kritik war, dass die Media-Analyse durch ihre Form der Online-Befragung und durch das Fehlen expliziter Fragen zur Print- oder Online-Nutzung in ihren ermittelten Leserzahlen die Print-Leser und Online-Nutzer in hohem Maße vermischt. Dadurch sind jene Zeitungstitel, die keine gleichlautende Online-Seite betreiben – wie ÖSTERREICH mit seinem Portal oe24.at – massiv benachteiligt."

Oliver Voigt und Wolfgang Fellner führen dazu ein konkretes Beispiel an: "In der neuen Media-Analyse etwa legt der Standard trotz eines Auflage-Verlusts seiner Print-Zeitung von 2.165 Exemplaren im Jahresvergleich (das ist ein Minus von 2,75 %)auf wundersame Weise 0,6 Prozent an Reichweite und 49.000 Leser zu, steigert damit seine Leserzahl bereits auf 5,73 Leser pro Exemplar, womit der Standard in einem einzigen Jahr nahezu einen Leser pro Exemplar zugelegt hätte. Nach unserer Auffassung ist der deutliche Leser-Zuwachs des Standard selbstverständlich auf den großen Reichweitengewinn seines Online-Portals "standard.at" zurückzuführen, das in der ÖWA-Plus entsprechend ausgewiesen wird während die Print-Auflage gefallen ist."

Voigt und Fellner resümieren: "Es kann nicht sein, dass in einer reinen Untersuchung der Print-Leser durch fehlende Kontrollfragen zur Online-Nutzung die Print-Leser jedes Zeitungstitels und die Nutzer des in den meisten Fällen gleichlautenden Online-Portals auf derart verzerrende Weise vermischt werden."

Fellner und Voigt: "Die Media-Analyse benachteiligt durch die offensichtlich von Jahr zu Jahr zunehmende Zahl der Nutzung der Online-Portale jene Titel, die kein gleichlautendes Online-Portal haben – wie ÖSTERREICH mit oe24 – massiv und macht diese Titel mit jenen Titeln, die online gleichlautend vertreten sind, nicht mehr vergleichbar. ÖSTERREICH fordert noch einmal die Einführung von mehreren expliziten Kontrollfragen, die es in der Media-Analyse möglich machen, künftig Online – und Print-Nutzung klar zu unterscheiden."

Wolfgang Fellner und Oliver Voigt abschließend: "Eine Reform der Media-Analyse ist dringend nötig, wie gerade das soeben bekannt gewordene Urteil des Handelsgerichts Wien zeigt, in dem die Media-Analyse in einem verlorenen Rechtsstreit mit der AHEAD-Media dazu verurteilt wurde, "irreführende Angaben über Reichweiten periodischer Druckschriften zu veröffentlichen und zu verbreiten"."

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