Liste Pilz Salzburg/Nikolaus Dimmel: Wohnen leistbar machen

Niedrigere Mieten durch differenzierte Neuregelung der Mietzinsbildung und Maßnahmen bei Wohnungsneubau

Wien (OTS) - Universitätsprofessor Nikolaus Dimmel, als Kandidat der Liste Pilz in Salzburg im Bereich Armutsbekämpfung engagiert, hat bei einer Pressekonferenz sein Arbeitsprogramm „Wohnen“ vorgestellt und konkrete Lösungsansätze präsentiert, wohnen leistbar zu machen. „Die Wohnkosten steigen seit vielen Jahren stärker als die Haushaltseinkommen. Diese steigende Belastung – der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen - ist darüber hinaus auch ungleich verteilt: Wer zur Miete wohnt, zahlt rund ein Drittel des Haushaltseinkommens für‘s Wohnen. Bei Niedrigverdienenden steigt der Anteil auf 51 %. Zugleich sind die Nettolöhne gesunken: Die untersten 25% der Netto-Einkommen lagen 2015 inflationsbereinigt bei 81% des Vergleichswertes von 1998.“ Dimmel schlussfolgert: „Die Niedrigverdienenden haben also ein Fünftel verloren“ und ergänzt: „Wer in einer privaten richtwertgeregelten oder freien Mietwohnung wohnt oder in diesem Marktsegment eine Wohnung suchen muss, ist am schlimmsten betroffen: Diese Mieten steigen am stärksten. Notwendige, längst überfällige Wohnungswechsel müssen immer häufiger hinausgeschoben werden, weil sie unleistbar geworden sind."

Neuregelung Mietzinsbildung und Maßnahmen bei Wohnungsneubau

Es müsse daher mittels einer „differenzierten Neuregelung der Mietzinsbildung“ ein „Fokus auf Mietwohnungen“ gelegt werden. „Bei privat frei finanzierten Mietwohnungen fordere ich die Einführung einer Standardmiete nach dem Kostenmodell wie beim Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz/WGG plus geregelte Zu- und Abschläge. Bei gefördert finanzierten Mietwohnungen sollte ein Verbot der Umwandlung in Eigentumswohnungen eingeführt werden. Und bei gemeinnützig errichteten und geförderten Wohnungen sollte unter Beibehaltung des WGG-Kostenmietermodells ein Privatisierungsverbot gelten“. 

Beim Wohnungsneubau solle ein Fokus auf die Förderung gemeinnütziger Mietwohnungen gelegt werden. Dimmel: „Wir brauchen eine neue Widmungskategorie ‚Sozialer Wohnbau‘, der eine Wohnbauförderung ermöglicht. Dies würde auch den Bundeswohnbauförderungsfonds wiederbeleben.“ Der Nationalratskandidat der Liste Pilz fordert auch eine Verstärkung des geförderten, kommunalen, gemeinnützigen Mietwohnungsneubaus und eine ersatzlose Abschaffung der gesetzlich zwingenden "Mietkaufoption".

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