MAK FUTURE LAB for Citizen Science

MAK und Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft lancieren Pilotprojekt zu den Themen Smart City, Digitale Moderne und Arbeitswelt der Zukunft

Wien (OTS) - Wo liegen die Potenziale von Citizen Science für die urbane Zukunft, vor allem für die digital aufgerüstete Smart City? Welche Schlüsselrolle können Designmethoden in diesem Prozess spielen? Mögliche Antwortszenarien für diese und mehr Fragen sind das Resultat des Pilotprojekts "MAK FUTURE LAB for Citizen Science. Entwicklung eines Formats zu den Themen Smart City, Digitale Moderne und Arbeitswelt der Zukunft", das vom MAK in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft lanciert wurde. In dem mehrmonatigen, interdisziplinären Forschungsprojekt wurden fiktive Zukunftsszenarien für eine Smart City im Sinne einer nachhaltigen Verbesserung gemeinschaftlicher Lebensqualität erarbeitet. Die Ergebnisse des Projekts werden im Rahmen einer vom Designerteam Vandasye gestalteten Präsentation (18. Oktober – 12. November 2017, MAK FORUM) öffentlich zugänglich gemacht.

Seit Mai 2017 arbeiteten SchülerInnen und SeniorInnen im Rahmen von Workshops, die sich thematisch auf die im Rahmen der "VIENNA BIENNALE 2017: Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft" (21. Juni – 1. Oktober 2017) gezeigte Ausstellung "Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine" (Eine Ausstellung des MAK, des Vitra Design Museum und des Design museum Gent) bezogen, an fiktiven Zukunftsszenarien einer nachhaltigen Verbesserung gemeinschaftlicher Lebensqualität. Realisiert und durchgeführt wurden die Workshops von Vandasye, der Designerin Kathrina Dankl, dem Architekten und Architekturtheoretiker Andreas Rumpfhuber und dem MAK.

In drei Arbeitsgruppen stellten sich die Generationen übergreifenden Teams der Aufgabe, je ein Szenario für ein nachhaltiges Beschäftigungsmodell unter Berücksichtigung neuester technologischer Entwicklungen zu generieren. Die Experten Michael Nentwich, Direktor des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, und Manfred Tscheligi, Head of Center for Technology Experience, AIT Austrian Institute of Technology, begleiteten den mehrmonatigen Prozess.

Allen drei Szenarien liegt die Annahme zugrunde, dass jede „notwendige“ Arbeit von Robotern übernommen werden kann und ein universelles Grundeinkommen zur Verfügung steht. Welche Aspekte von menschlicher Arbeit erachten wir für unser soziales Wohl trotzdem als unverzichtbar? Welche Arbeit wollen wir dennoch selbst tun, wie können solche Arbeitsformen aussehen und sich innerhalb des Lebensumfeldes organisieren?

Die drei Szenarien wurden in Kollaboration mit jeweils einem/einer GestalterIn visualisiert:

Eine Arbeitsgruppe konzipierte ein konkretes Modell einer "Schule des magischen Wissens" für lebenslanges Lernen, in dem die alternierende Rolle als MentorIn und als SchülerIn als eine der zukünftigen Arbeitsformen angedacht wurde. Gemeinsam mit dem Künstler Aldo Giannotti entwickelte die Gruppe daraus das strategische Kartenspiel "KNOWLEDGE", in dem unter anderem „Wissenstausch“ zu „Wissensgewinn“ führen kann.

Eine zweite Gruppe stellte bei Wegfall des Arbeitsplatzes als Ort sozialer Interaktion die Notwendigkeit alternativer Kommunikationsformen in den Vordergrund und entwickelte dafür ein Netzwerk aus Kommunikationsmodellen. In Kollaboration mit dem Designerteam breadedEscalope wurde dieser Ansatz zum Prototyp "Ideen Camping" zusammengeführt und übersetzt.

Die dritte Gruppe artikulierte ihr Gefahrenbewusstsein bezüglich einer hochtechnologisierten, von Robotern gesteuerten Welt überspitzt zu düsteren Zukunftsszenarien und erarbeitete positive Gegenstrategien wie Formulierung und Vermittlung eines neuen Wertekodex, Verstärkung der menschlichen Solidarität und Gemeinschaft sowie Entwicklung alternativer Zielsetzungen in einem hochdigitalisierten Lebensumfeld. Die Fotografin Stefanie Moshammer erarbeitete mit dieser Gruppe Fotoinszenierungen im Setting des MAK Design Labor.

Als Auftakt zur Präsentation der Ergebnisse des Projekts "MAK FUTURE LAB for Citizen Science" lädt das MAK FUTURE LAB zum Podiumsgespräch. Unter der Moderation von Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK) diskutieren Kathrina Dankl (Designerin), Marie Céline Loibl (Programmleitung Sparkling Science, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft), Michael Nentwich (Direktor, Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), Andreas Rumpfhuber (Architekt und Architekturtheoretiker), Manfred Tscheligi (Head of Center for Technology Experience, AIT Austrian Institute of Technology) und Peter Umgeher (Designer, Vandasye) zum Thema "Design zwischen Mensch und Maschine. Potenziale der Kooperation zwischen DesignerInnen und Citizen Science" (Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:15 Uhr, MAK FORUM).

Pressefotos stehen unter MAK.at/presse zum Download bereit.


Kooperationspartner:
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft


PRESSEDATEN:

Eröffnung: Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:15 Uhr
mit der MAK Future Lab-Diskussion "Design zwischen Mensch und Maschine. Potenziale der Kooperation zwischen DesignerInnen und Citizen Science"
Ort: MAK FORUM, MAK, Stubenring 5, 1010 Wien
Präsentationsdauer: 18. Oktober – 12. November 201
Öffnungszeiten: Di 10:00–22:00 Uhr, Mi–So 10:00–18:00 Uhr, Jeden Dienstag 18:00–22:00 Uhr Eintritt frei
Kuratorin: Janina Falkner, Neue Lernkonzepte
Projektkoordination MAK FUTURE LAB for Citizen Science: Andrea Jungbauer-Radax
MAK-Eintritt: € 9,90 / ermäßigt € 7,50 / Familienkarte € 13, Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren


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