SWV - Safferthal kritisiert „Täter-Opfer–Umkehr“ von Leitl und Kapsch

Wien (OTS) - Zur aktuellen Debatte um die Gleichstellung von ArbeiterInnen und Angestellten meint Alexander Safferthal, Vizepräsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich (SWV): „Mir ist bewusst, dass durch die Änderungen im Kündigungsschutz viele kleine Betriebe unter Druck geraten werden. Aber diese 'Täter-Opfer-Umkehr', die die schwarzen Interessenvertretungen hier nun abliefern, ist leider mehr als unglaubwürdig. Immerhin war es Sebastian Kurz selbst, der die rechtliche Gleichstellung von ArbeiterInnen und Angestellten in seinem Wahlprogramm festgeschrieben hat. Doch als der Gesetzesantrag mit einer Fristsetzung im Nationalrat eingebracht wurde, hieß es von der ÖVP plötzlich: Nein, doch nicht“. „Für das Wahlprogramm von Sebastian Kurz müssen die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung letztlich die ÖVP verantwortlich machen und nicht die SPÖ“, kritisiert Safferthal.

Laut SWV-Vizepräsident Safferthal hätten sich die Gegner der Gleichstellung schon bei der Erstellung des Wahlprogrammes an einen Tisch setzen sollen und ausverhandeln, wie man die UnternehmerInnen vor finanziellen Mehrbelastungen durch die verlängerten Kündigungsfristen schützen kann, „statt jetzt Panik in der Unternehmerschaft zu verbreiten“. Daher unterstützt Safferthal die rechtliche Gleichstellung nur, wenn flankierende Maßnahmen zur Abfederung wirtschaftlicher Folgen vor allem für geringverdienende KleinstunternehmerInnen mit wenigen MitarbeiterInnen gesetzt werden und auch für saisonalabhängige Betriebe wie in der Baubranche, Gastronomie, Tourismus und Transport. (Schluss)

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