AK: Gilt auch für Arbeitgeber: Kurzfristige, einseitige Änderungen der Arbeitszeiten ungesetzlich

Wien (OTS) - 14 Jahre war Anton F. als Arbeiter im Bewachungsgewerbe beschäftigt und bis auf wenige Ausnahmen immer zu denselben Zeiten im Nachtrevier beschäftigt. Nach diesem gewohnten Dienstrhythmus hat F. auch sein Privatleben ausgerichtet. Nach einem kurzen Krankenstand wurde ihm vom Arbeitgeber mitgeteilt, dass er ab sofort zu anderen Diensten eingeteilt werde. Für F. war es unmöglich, so kurzfristig die geänderten Dienste anzutreten, erklärte aber, zu den gewohnten alten Zeiten arbeitsbereit zu sein. Für den Arbeitgeber war das Grund genug für eine Entlassung, er wollte sich damit unter anderem die Bezahlung der gesetzlichen Abfertigung von zumindest 8.958,88 Euro ersparen. Mit Hilfe der AK hat der Arbeitnehmer seine Beendigungsansprüche von insgesamt 11.001,81 Euro geklagt und vor Gericht Recht bekommen: Die Arbeitszeiteinteilung muss mindestens 14 Tage im Vorhinein bekannt gegeben werden, denn auch den ArbeitnehmerInnen muss genügend Zeit eingeräumt werden, sich darauf einstellen zu können.

Einsicht zeigt der Arbeitgeber nicht, er hat berufen.

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