NEOS Wien ad Pflegezentrum beim OWS: Frühpensionierungen in Zeiten von Personalknappheit unakzeptabel

Beate Meinl-Reisinger: „Die Frühpensionierungen aus organisatorischen Gründen zeigen die Planlosigkeit der Stadtregierung im Pflege- und Gesundheitsbereich.“

Wien (OTS) - Wie die Tageszeitung „Der Standard“ berichtet, werden im Zuge der Auflösung des Geriatriezentrums des Otto-Wagner-Spitals 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Amts wegen in die Frühpension verabschiedet. „In Wien kommt es immer wieder zu Engpässen beim medizinischen Personal. Zudem wird die von SPÖ und ÖVP überhastete Abschaffung des Pflegeregresses in Wien zu einer Überlastung bei der stationären Pflege führen. Gut ausgebildetes Personal in Zeiten wie diesen einfach ‚nach Hause‘ zu schicken, ist alles andere als weitsichtig und zeigt ganz offensichtlich wie planlos diese Stadtregierung ist“, stellt Beate Meinl-Reisinger, NEOS Wien Klubobfrau, fest.

„Wir stehen in Wien kurz vor einem Pflegechaos, denn mit Jänner 2018 wird der Ansturm auf die Pflegeheime noch stärker zunehmen. Zu sagen, dass es nicht zielführend ist, das Personal aus dem Geriatriezentrum auf- oder umzuschulen, ist nicht nachvollziehbar und definitiv das falsche Signal – sowohl für die Menschen, die daran gehindert werden weiter ihren Beruf auszuüben, als auch für die vielen Pflegebedürftigen. Das Personal in den Wiener Pflegeeinrichtungen hat eine Entlastung verdient. Umso mehr braucht es auch für das Otto-Wagner-Areal ein ganzheitliches Nachnutzungskonzept, das den Namen ‚Konzept‘ verdient und das Areal auch als Gesundheits- und Pflegestandort weiterdenkt“, so die Klubobfrau.

Das Otto-Wagner-Spital ist bei den Frühpensionierungen kein Einzelfall. Bei den Wiener Stadtwerken wird beispielsweise ein Drittel der Beamtinnen und Beamten aufgrund von „Organisationsänderungen“ auf Kosten der Steuerzahlenden in den Ruhestand geschickt. „Diese Ausnahmebestimmung ist somit in manchen Bereichen bereits zur Regel geworden. Mit der neuen Besoldungsreform der Stadt Wien wird die derzeit noch zuständige Personalkommission nicht einmal mehr über Frühpensionierungen entscheiden dürfen – die Entscheidungen werden künftig also noch intransparenter ablaufen als bisher“, so Meinl-Reisinger abschließend.

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