Bäuerinnen-Aktionstag 2017 in Volksschulen

Kinder erleben "Landwirtschaft zum Anfassen und Verkosten"

Wien (OTS) - Der bundesweite Bäuerinnen-Aktionstag findet heuer am Freitag, dem 13. Oktober in allen Bundesländern, jeweils in ersten Volksschulklassen statt und steht unter dem Motto "Unser Essen: Bäuerinnen wissen wo es herkommt!". Ziel ist es, den Kontakt zwischen den Bäuerinnen und den ortsansässigen Volksschulen, Kindern und Eltern herzustellen sowie kontinuierlich zu pflegen.

"Seit 2015 sind bei diesem Aktionstag mehr als 2.200 Bäuerinnen und rund 80 Bauern im Einsatz, die bisher bereits rund 75.000 Kinder persönlich über Lebensmittel aus landwirtschaftlicher Produktion ansprechen konnten. Auch heuer gehen wir wieder in erste Volksschulklassen, um den Kindern eine Landwirtschaft zum Anfassen und Verkosten auf einfache wie auch sympathische Art vorzustellen. Das Essen und seine Herkunft stehen dabei im Mittelpunkt. Volksschulkinder sollen über die wichtigsten Lebensmittel und Haupterwerbszweige einer regionalen, bäuerlichen Landwirtschaft informiert werden sowie gute Qualität erkennen können. Schließlich sind sie die Konsumenten von morgen, die künftig beim Einkauf über den Wert heimischer Nahrungsmittel entscheiden", betont Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann bei der Auftaktveranstaltung in Wien.

"Aber auch immer mehr Lehrer(innen) und Direktor(inn)en zeigen Interesse, weil sie überzeugt sind, dass das Thema gesunde Ernährung im Leben eine zentrale Rolle spielt und dieser Aktionstag in Volksschulen eine gute Ergänzung zu den bestehenden Projekten der Landwirtschaft rund um Bauernhof wie auch Schule darstellt. Die Bäuerinnen führen den Kindern vor Augen, woher Lebensmittel kommen und wieviel Arbeit notwendig ist, um aus Rohstoffen hochwertige Produkte zu erzeugen. Ebenso zeigen sie den Stellenwert des Natur- und Umwelt- sowie des Tierschutzes in der täglichen Praxis auf", so Schwarzmann weiter.

"Österreichs Bäuerinnen vermitteln Alltags- und Ernährungswissen auf einfache wie auch glaubwürdige Art und Weise und möchten die Kinder zum Selbermachen sowie Verkosten motivieren. Es soll den Kleinen einfach Freude und Spaß machen, sich mit Lebensmitteln sowie der Herkunft ihres Essens zu befassen", unterstreicht Schwarzmann.

"In unserer Volksschule hat die Mehrheit der Kinder gar keinen Bezug zur Landwirtschaft und zu bäuerlichen Produkten. Unsere Lehrer(innen) begrüßen daher diese Aktion, weil dabei den Kindern auf ansprechende sowie spielerische Art gezeigt wird, wie man Qualität erkennt und wie viel Arbeit notwendig ist, um aus Rohstoffen hochwertige Lebensmittel herzustellen", unterstreicht Elisabeth Eichinger, Direktorin der Volksschule Klausenburger Straße.

"Als Gemüsegärtnerin kann ich den Kleinen recht praxisnah vor Augen führen, wieviel Zuwendung eine Pflanze braucht, bis man einen Paradeiser, Paprika und Co ernten kann und wie wichtig es ist, dabei Natur sowie Umwelt zu schützen", betont Anneliese Schippani, Gärtnerin aus Wien Simmering und Obfrau der Wiener Gärtnerinnen.

"Gerne zeigen wir den Kindern bei einzelnen Stationen in der Klasse beispielsweise den Weg der Milch vom Gras bis ins Milchpackerl oder den Weg des Getreides vom Feld zum Weckerl und was es heißt, in sowie mit der Natur zu arbeiten. Wir möchten den Tafelklasslern unbedingt die moderne Landwirtschaft zum Angreifen und Verkosten in die Klasse bringen wie auch den Kindern den Mehrwert heimischer Lebensmittel schmackhaft machen", betont die Wiener Landesbäuerin Irene Trunner.

Bäuerinnen fordern neues Schulfach "Ernährungs- und Lebenskompetenz"

"Lebensnotwendige Kompetenzen zu den Themen Essen und Haushalt werden heute nicht mehr selbstverständlich an die nächste Generation weitergegeben. Österreichs Bäuerinnen sind seit mehr als 20 Jahren in Schulen aktiv, haben umfassende Projekterfahrung gesammelt und bemerken bei Kindern wie auch Jugendlichen zunehmende Defizite an Ernährungs- und Haushaltswissen, wie etwa der Umgang mit Lebensmitteln. Hinzu kommt, dass in der Werbung als auch in vielen Schulbüchern ein romantisches Bild vom Leben auf dem Bauernhof vermittelt wird. Es werden dabei Sehnsüchte aktiviert, die mit der Realität häufig nicht zusammenpassen - die Folge sind vielfach Ablehnung und Unverständnis. Sicherheit und Vertrauen in heimische Lebensmittel brauchen Transparenz sowie Glaubwürdigkeit. Für Österreichs Bäuerinnen wäre daher jetzt die Zeit reif, dass man den Kindern und Jugendlichen in Schulen mit einem Unterrichtsfach wie 'Ernährungs- und Lebenskompetenz' wichtige ökologische, ökonomische wie auch soziale Lehrinhalte rund um Ernährung und Haushaltsführung vermittelt. Die Forderung der Bäuerinnen sollte nach den Wahlen angegangen werden und nicht nur eine Zukunftsvision bleiben. Unsere Bäuerinnen stehen als Vermittlerinnen und Botschafterinnen dazu bereit, sie wollen sich überall dort einbringen, wo wir den Mehrwert regionaler Lebensmittel und wichtiger Alltagskompetenzen rund um Natur, Umwelt- sowie Tierschutz vermitteln können", betont Schwarzmann abschließend.

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Pressereferentin der ARGE Bäuerinnen
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Dipl.-Ing. Michaela Glatzl, M.A.
Geschäftsführerin der ARGE Österreichische Bäuerinnen
in der LK Österreich
Tel.-Nr. +43/1/53441-8517, Mobil: 0676/834418517
E-Mail: m.glatzl@lk-oe.at

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