Volkshilfe: „Jeder Mensch hat das Recht auf ein Altern in Würde“

Volkshilfe Präsidentin Barbara Gross zum Tag der älteren Menschen

Wien (OTS) - Zuhause alt werden, ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können, auch wenn Unterstützung und Pflege notwendig werden. Das ist der Wunsch vieler älterer Menschen, sagt Barbara Gross, die Präsidentin der Volkshilfe Österreich anlässlich des Tages der älteren Menschen. „Alt sein ist Teil des Lebens, alte Menschen sind Teil der Gesellschaft. Für uns als Volkshilfe stehen die individuellen Bedürfnisse der betreuten Menschen im Mittelpunkt – sowohl in der direkten Arbeit für die Menschen, als auch im Einsatz für eine sozial gerechte Zukunft der Pflege.“

Die Volkshilfe tritt dafür ein, den Staat nicht aus seiner Verantwortung für Pflege und Betreuung zu entlassen, so die Präsidentin: „Jeder Mensch soll Zugang zu Pflege und Betreuung haben, unabhängig vom Einkommen und frei von jeder Diskriminierung. Um dies auch in Zukunft möglich zu machen, braucht es schon heute Lösungen für die Problemfelder von morgen. Während die Lebenserwartung ansteigt und immer mehr Menschen an Demenz erkranken, nimmt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter ab. Das ist nur eine von vielen Herausforderungen.“

Die Einigung auf mehr Personal in der Pflege in der Steiermark lässt Barbara Gross jedoch positiv in die Zukunft blicken: „Dieses Ergebnis ist mehr als erfreulich, denn die Aufstockung des Pflegepersonals um 800 Personen in der Steiermark bedeutet, dass die Qualität in der Pflege sowie das regionale Pflege-Angebot gesichert sind. Der Verlauf der Verhandlungen zeigt aber auch, dass es wichtig ist, sich ein gemeinsames Bild über Komplexitäten und der zu lösenden Herausforderungen zu machen. Das braucht Zeit und Lösungsorientierung von allen Seiten“.

Langfristiges Ziel müsse aber die flächendeckende Versorgung mit leistbaren Angeboten in ganz Österreich sein, sagt die Präsidentin: „Es braucht konkrete Schritte zur Harmonisierung des Angebotes der Bundesländer, mit dem Ziel, bundesweit ein vergleichbares Angebot zu schaffen.“ Zudem müsse das Lebensrisiko Pflege solidarisch abgesichert sein, sagt Barbara Gross abschließend: „Weil der Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, auch wenn Unterstützung und Pflege notwendig werden, ganz einfach menschlich ist und in einem Land wie Österreich nicht nur Wunsch, sondern Recht sein muss.“

Rückfragen & Kontakt:

Volkshilfe Österreich
Melanie Rami, MA
Pressesprecherin
+43 (0) 676 83 402 228
melanie.rami@volkshilfe.at
www.volkshilfe.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VHO0001