Silberstein im ÖSTERREICH-Exklusivinterview: „Mich zu feuern, war genau die richtige Entscheidung.“

No Comment zu Dirty-Campaigning Vorwürfen, aber: „Hatte Maulwurf, der von der anderen Seite rekrutiert wurde.“ – Treffen mit Sebastian Kurz bestätigt

Wien (OTS) - Im Exklusiv-Interview für die Sonntagsausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH spricht Ex-Kern-Berater Tal Silberstein über seine Arbeit in Österreich, Bundeskanzler Christian Kern und ÖVP-Chef Sebastian Kurz.

Zu den aktuellen Vorwürfen des Dirty Campaigning will Silberstein vor der Wahl nichts sagen, er kommentiere den Wahlkampf nicht. Der israelische Politberater vermutet aber, dass Mitarbeiter von ihm vom politischen Gegner eingeschleust worden wären. Über das an die Öffentlichkeit geratene Geheimpapier, inklusive eines Psychogramms des Kanzlers („Eitle Prinzessin“) sagt Silberstein: „Dieser ganze Leak wurde durch einen Maulwurf, der offenbar von der anderen Seite rekrutiert wurde, gemacht.“

Für Bundeskanzler Kern findet Silberstein nur positive Worte: „Er ist einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten, mit denen ich je die Ehre hatte, arbeiten zu können.“ Dass er von Kern rausgeschmissen wurde, nimmt Silberstein nicht übel. Er sieht’s mit Humor: „Meine Frau sagte mir, und sie hat recht, dass ich der SPÖ als Berater genau diesen Rat gegeben hätte, mich in der gleichen Sekunde zu feuern. Es war die absolut richtige Entscheidung.“

Silberstein bestätigt gegenüber ÖSTERREICH auch ein zufälliges Treffen mit ÖVP-Chef Sebastian Kurz: „Es war 2014, nachdem er Außenminister wurde. Wir waren zufällig im selben Flieger und ich stellte mich ihm vor. Er wusste, wer ich war und forderte mich auf neben ihm Platz zu nehmen. Wir haben recht lange geredet. Ich weiß nicht mehr genau, ob es eineinhalb oder zwei Stunden waren, aber es war ausführlich .. Er erkannte meinen Namen und wusste, wer ich bin. Ich weiß nicht, warum es eien schande sein sollte, mich zu lkennen. Vielleicht jetzt …“

Über eine Zusammenarbeit mit Kurz sei nie konkret gesprochen worden. Silberstein: „Im Sommer 2015 sprachen mich Menschen, die mich sehr gut kennen, darauf an, dass Leute aus dem Team von Kurz mich gerne treffen würden. Und, dass diese daran interessiert seien, mich als Berater zu engagieren.“ Es sei aber nie zu einem Treffen gekommen.

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