GPA-djp-Bödenauer: Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in der Kinderbetreuung verbessern!

Jedes Kind vom Neusiedler- bis zum Bodensee muss gleich viel wert sein

Wien (OTS/ÖGB) - „Der Fall einer steirischen Kindergartenpädadogin, die vom OGH zu mehr als 15.400 Euro Schadenersatzzahlungen verdonnert wurde, weil sich ein Mädchen während einer Turneinheit den Ellbogen brach, beweist es einmal mehr und sehr eindrucksvoll: Die Rahmenbedingungen in der Kinderbetreuung müssen dringend verbessert werden“, fordert Reinhard Bödenauer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).

Die Frau hatte 21 Kinder nach der Krankmeldung einer Kollegin alleine beaufsichtigt, der OGH begründete seinen Spruch mit einer Verletzung der Aufsichtspflicht, ärgert sich auch Beatrix Eiletz, Betriebsratsvorsitzende der Volkshilfe Steiermark: „Es ist unerträglich, dass die Mitarbeiterin komplett alleine gelassen wird. Für den Schutz der Beschäftigten sollen alle in die Verantwortung genommen werden, Bund, Land, Gemeinden und alle Kindergartenbetreiber.“

Die GPA-djp, die KollegInnen in Elementar- und Freizeitpädagogischen Bildungseinrichtungen vertritt, fordert seit längerem bundeseinheitliche Standards, erinnert Bödenauer: „Der Bund muss einheitliche Regelungen für alle Kinderbetreuungseinrichtungen vom Neusiedlersee bis zum Bodensee vorgeben, was Personalschlüssel, Ausbildung, Weiterbildung und die Vorbereitungszeit betrifft. Jedes Kind in Österreich muss gleich viel wert sein.“

Das umstrittene OGH-Urteil zeige klar, dass es unbedingt erforderlich sei, die Gruppengrößen zu verkleinern und die Anzahl der BetreuerInnen zu vergrößern, meint Bödenauer: „Wenn Kinderbetreuungseinrichtungen als erste Bildungseinrichtungen gelten, denen noch mehr Standards vorgegeben werden, dann braucht es auch qualifiziertes Personal, das unter fairen Rahmenbedingungen wie mehr Vorbereitungszeit arbeitet - Leitungsaufgaben und Administratives sind gesondert zu bewerten, zeitlich und finanziell.“ 

Die Kolleginnen arbeiten tagtäglich mit Herzblut an der Zukunft unseres Landes, so Bödenauer und Eiletz abschließend: „Diese verantwortungsvolle und unverzichtbare Arbeit verdient mehr Wertschätzung und eine bessere Bezahlung.“

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