Wr. Gemeinderat – Resolution zu Myanmar einstimmig beschlossen

Alle Parteien verurteilen die Greueltaten gegen Rohingya und fordern Außenminister Kurz auf, zu vermitteln

Wien (OTS/SPW-K) - Der Wiener Gemeinderat widmete sich in der heutigen Sitzung einem von SPÖ und Grünen eingebrachten Resolutionsantrag zum Thema Gewaltverbrechen in Myanmar. Dort kam es im August 2017 erneut zu bewaffneten Auseinandersetzungen und Gewalt gegen die Minderheit der Rohingya. Diese werden von der UNO als am stärksten verfolgte Minderheit weltweit bezeichnet und sind in Myanmar faktisch staatenlos. In weiterer Folge sind bis zu 370.000 Menschen ins benachbarte Bangladesch geflohen.

„Die Flucht vor Gewalt ist ein globales Thema“, sagt Gemeinderat Omar Al-Rawi (SPÖ). Im vergangenen Jahr waren kaut UNHCR weltweit mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht, die Hälfte Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. „Wir verurteilen jede Art von Gewalt, sei es wegen der Herkunft, der Religion oder dem Geschlecht“, bekräftigt SP-Gemeinderat Peter Florianschütz. Außerdem forderte der Gemeinderat die Bundesregierung und besonders Außenminister Kurz auf, als Vermittler für Frieden tätig zu werden und sich innerhalb der internationalen Gemeinschaft dafür einzusetzen, dass humanitäre Hilfe in Bangladesch geleistet wird und Österreich einen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit leistet.

Die Resolution wurde mit den Stimmen aller Parteien im Wiener Gemeinderat verabschiedet.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Wien Rathausklub
(01) 4000-81 922
www.rathausklub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10004