Neues Volksblatt: "Ablenkung" von Andreas RÖBL

Ausgabe vom 27. September 2017

Linz (OTS) - Man muss kein Wissenschafter sein, um erkennen zu können, dass das Handy unseren Alltag stärker verändert hat, als die meisten anderen Erfindungen der letzten Jahrzehnte. Dazu braucht man sich nur einmal in ein Zugabteil oder in ein Café zu setzen. Kaum ein Ort, an dem nicht Leute völlig in der digitalen Welt versunken wären. Egal, ob man das jetzt gut oder schlecht findet, unbestreitbar ist, dass unter diesem Verhalten die Aufmerksamkeit für das, was sich um einen herum so abspielt, stark leidet.
Das mag in manchen Fällen ärgerlich sein — etwa wenn man mit Freunden in einem Lokal sitzt und kein Gespräch zustande kommt, weil manche ständig mit dem Smartphone spielen müssen. In manchen Fällen mag es besorgniserregend sein — dann nämlich, wenn sich oben genannte Szene nicht unter Freunden in einem Lokal, sondern am familiären Frühstücks- oder Mittagstisch abspielt und damit Kinder und Eltern die meiste Zeit mehr nebeneinander verbringen als miteinander. Unmittelbar gefährlich wird die Ablenkung durch Handy & Co. allerdings im Straßenverkehr. Nicht nur Autofahrer unterschätzen das Risiko. In Oberösterreich sind im Vorjahr 240 Fußgänger verunglückt, weil sie gerade mit ihrem Smartphone beschäftigt waren, zwei sogar tödlich. So faszinierend die digitale Welt auch sein mag, das wirkliche Leben dafür zu riskieren ist sie sicher nicht wert.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001