NEOS zu Medizinalhanf: Faktenwissen nutzen und Thema nicht weiter tabuisieren

Gerald Loacker: „Professionellen Einsatz von Cannabis zu medizinischen Zwecken mit Augenmaß möglich und leistbar machen“

Wien (OTS) - Mit Zustimmung reagiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker auf die heute präsentierte Studie zum Thema Medizinalhanf, wonach es in der Bevölkerung eine breite Zustimmung zu einer Legalisierung von Medizinalhanf gibt, sofern Abgabe und Verschreibung in das Gesundheitssystem eingebunden werden. „Die Wissenschaft und die Bevölkerung sind heute bedeutend weiter als die Politik. Es ist an der Zeit, dass das Gesundheitsministerium hier nachzieht und wissenschaftlich sinnvolle Behandlungen endlich zulässt,“ pflichtet Loacker den Initiatoren der heutigen Pressekonferenz „Medizinalhanf aus Sicht der Bevölkerung“ bei. Ein weiteres Aufschieben der politischen Diskussion über Cannabis zu medizinischen Zwecken hält Loacker für wenig hilfreich: „Dort, wo eine Behandlung mit Medizinalhanf sinnvoll ist, muss auch klar sein, dass diese als medizinische Leistung von den Krankenkassen angemessen vergütet gehört. Es ergibt keinen Sinn, den Patienten wirksame Therapieformen vorzuenthalten.“

Zweifelsohne bestehen auch Risiken, die es abzuwägen gelte - nicht alle Patient_innen sprechen gut auf eine Therapie mit Cannabinoiden an. „Es muss daher auch klar sein, dass Medizinalhanf nicht anders als andere chemisch hergestellte Arzneimittel behandelt werden darf, mit denen ebenso behutsam und verantwortungsvoll umgegangen werden muss,“ stellt der NEOS-Sozialsprecher klar. Zudem brauche es auch eine angemessene Ausbildung von Ärzt_innen zum Thema Cannabinoide, um diesen Unsicherheiten im Umgang mit Medizinalhanf zu nehmen. „Bei diesem Thema gilt insgesamt: Seriös bleiben, vorliegende Forschung und Studien nutzen, damit auf Basis von Faktenwissen eine politische Entscheidung für die Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken getroffen wird“, fasst Loacker zusammen.

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