Stöger: Schwarzen Schafen bei 24h-Betreuung sofort das Handwerk legen

Gewerbebehörde muss rasch reagieren - Sozialminister fordert überparteilichen Schulterschluss

Wien (OTS) -

Angesichts der medialen Berichte zu gefälschten Zertifikaten im Bereich der 24h-Betreuung fordert Sozialminister Alois Stöger ein rasches Reagieren des zuständigen Wirtschaftsministeriums. In diesem Sinne bietet Stöger seinem Ministerkollegen Harald Mahrer zugleich die Unterstützung des Sozialministeriums an. „Das Sozialministerium ist für die Qualität der Betreuung und für die Pflegebedürftigen zuständig, das Wirtschaftsministerium für das Gewerberecht, die Verträge und die Agenturen. Wir haben gemeinsam dafür zu sorgen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Die zu Betreuenden und ihre Angehörigen verdienen die beste Betreuung und die vielen Betreuungskräfte, die hervorragende Arbeit leisten, dürfen nicht durch einige schwarze Schafe in Misskredit gebracht werden“, so Stöger, der einen überparteilichen Schulterschluss gegen Betrug bei der 24h-Betreuung einmahnt.  

Das Sozialministerium fordert bereits seit Jahren eine Verbesserung der gewerberechtlichen Standards. In diesem Zusammenhang gab es auch bereits erste Erfolge, gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium hat man die Gewerbe Personenbetreuung und Vermittlung getrennt, was auch zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung geführt hat. Für weiterreichende Maßnahmen fehlte bislang der Wille des Wirtschaftsministeriums, weshalb das Sozialministerium eigene Kontrollen der Betreuungsqualität durchführt. So werden jährlich etwa 5.000 Hausbesuche durchgeführt. Dabei beweist sich eine gute Qualität der Leistungen und hohe Zufriedenheit mit der Betreuung. Probleme gibt es aber immer wieder mit schwarzen Schafen bei privaten Vermittlungsagenturen. Hier fordert der Sozialminister ein strengeres Gewerberecht und Kontrollen auch des Wirtschaftsministeriums: „Betrug und Fälschungen von Zertifikaten und Gewerbeberechtigungen bei der 24h-Betreuung sind nicht hinnehmbar. Da kann man die Verantwortung auch nicht an die Bezirkshauptmannschaften abputzen. Ich bitte Kollegen Mahrer, an die bereits bestehenden Kontrollen des Sozialministeriums anzuknüpfen und auch die Verträge und Zertifikate über die Gewerbebehörde zu prüfen. Ich bin für jede diesbezügliche Kooperation bereit“, so Stöger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialministerium
Christoph Ertl
Pressesprecher von Sozialminister Alois Stöger
+ 43 (0) 1 711 00 862294
christoph.ertl@sozialministerium.at
www.sozialministerium.at
www.facebook.com/sozialministerium

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO0001