„kulturMontag“: Raffael in der Albertina, 50 Jahre „steirischer herbst“, Polit-Wutrocker Roger Waters on tour

Außerdem: „Stars on Street“ – Ushakova, Raimondi, Lippert, Grubinger und Igudesman bei Kulturexperiment mit versteckter Kamera

Wien (OTS) - Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 25. September 2017 um 22.30 Uhr in ORF 2 besucht u. a. die opulente Raffael-Schau in der Wiener Albertina, würdigt den „steirischen herbst“ anlässlich seines 50-Jahr-Jubiläums – dazu Intendantin Veronica Kaup-Hasler im Studio – und trifft den politischen Wutrocker und „Pink Floyd“-Mitbegründer Roger Waters anlässlich seines neuen Albums und der aktuellen Welttournee in New York zum Gespräch. Anschließend an das Magazin steht eine Dokumentation über das ORF-Kulturexperiment „Stars on Street“ (23.15 Uhr) auf dem Programm, bei dem sich die internationale Musikgrößen Ildikó Raimondi, Martin Grubinger, Natalia Ushakova, Herbert Lippert und Aleksey Igudesman vor versteckter Kamera als Straßenkünstler/innen in Wien behaupten müssen.

Raffael in der Albertina : Opulente Schau über das Renaissance-Genie

Raffael ist neben Michelangelo und Leonardo da Vinci zum Sinnbild des genialen, universellen Renaissancekünstlers geworden. Meisterhaft verstand er es in seinen Gemälden und Fresken, den Figuren Leben einzuhauchen. Wie ihm das gelang, versucht die Wiener Albertina in der bisher größten Raffael-Schau im deutschen Sprachraum nachvollziehbar zu machen. Ab 29. September werden neben einigen Gemälden rund 130 Zeichnungen Raffaels präsentiert, die der Schlüssel zu seiner Kunst sind: Erste Entwürfe, Studien am Modell und oft detaillierter als im späteren Gemälde ausgearbeitete Übertragungskartons werden den nachfolgenden Gemälden gegenübergestellt. Wie hochkarätig die Ausstellung ist, verrät alleine die Liste der Leihgeber. Neben Beständen der Albertina sind Werke aus den Uffizien, dem British Museum, dem Louvre, den Vatikanischen Museen und der Royal Collection der britischen Königin zu sehen. Der „kulturMontag“ zeigt die Highlights der opulenten Schau und hat sich an Originalschauplätze von Raffaels Wirken in Rom begeben.

50 Jahre „steirischer herbst“ – Intendantin Veronica Kaup-Hasler zu Gast im Studio

Als Podium für die „Besten des Landes“, wie es der konservative Politiker Hanns Koren formulierte, als „Freie Bühne der unerhörten Fantasie“, so der damalige Kulturlandesrat Kurt Jungwirth, wurde der „steirische herbst“ 1968 gegründet. Nahezu 4.000 Projekte, Veranstaltungen, Theateraufführungen, Ausstellungen und Lesungen wurden bis zum heutigen Tage umgesetzt. So erregte Wolfgang Bauer mit seinen „Gespenstern“ die Gemüter der Besucherinnen und Besucher, Hans Haakes auf die NS-Zeit verweisende Ummantelung der Marienstatue zur „Siegessäule“ im Gedenkjahr 1988 fiel gar einem Brandanschlag zum Opfer. Bis zu 60.000 Menschen kommen jährlich zum Festival – nicht nur nach Graz selbst, sondern auch ins steirische Umland. Der „kulturMontag“ bringt einen Rückblick auf turbulente fünf Jahrzehnte und lädt Intendantin Veronica Kaup-Hasler zum Gespräch ins Studio.

„Pink Floyd“-Mitbegründer Roger Waters auf Tournee: Der Polit-Wutrocker über Trump und die Folgen

Roger Waters hat als einer der Gründer von „Pink Floyd“ Musikgeschichte geschrieben – und Generationen von Musikern beeinflusst. Im Sommer hat der inzwischen 74-Jährige sein vielbeachtetes neues Soloalbum „Is This The Life We Really Want?“ veröffentlicht. Musikalisch klingt das Alterswerk über weite Strecken wie ein Remake seiner „Pink Floyd“-Klassiker, inhaltlich ist es ein wütendes Manifest gegen eine Welt, die für Waters aus den Fugen geraten ist. Kämpferisch gibt sich der Polit-Rocker auch auf seiner Welttournee, die ihn im Mai 2018 auch nach Österreich führen wird:
Die optisch und akustisch opulente Show dient Waters als Vehikel für seine politischen Botschaften. Dafür musste er schon zu Beginn der Tournee viel Kritik einstecken; vor allem seine brachiale Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump sorgte für Verstimmung – auch bei vielen seiner Fans. Den Musiker lässt das ungerührt – schließlich seien Empathie und Liebe seine Triebfedern, meint er im Interview. Der „kulturMontag“ hat Roger Waters in New York getroffen.

Dokumentation über Kulturexperiment „Stars on Street“ (23.15 Uhr)

Mit dem Projekt „Stars on Street“ zeigt der „kulturMontag“ ein besonderes Kulturexperiment mit versteckter Kamera. Die Initiative der ORF-Kultur, in Kooperation mit dem WDR, wollte herausfinden, was passiert, wenn man international renommierte Künstlerinnen und Künstler ihrer gewohnten Wirkungsstätte wie etwa dem Konzertsaal oder der Opernbühne entreißt und – für sich alleine gestellt – dem Publikum präsentiert. Schafften es die Musiker/innen, die Menschen zu erreichen, wenn sie auf die erprobten Mechanismen und Rahmenbedingungen der Kulturwelt verzichten?
„Stars on Street“ liefert auf unterhaltsame Art und Weise Antworten und zeigt in einer Dokumentation von Nina Dallos auf, wie schwer es für die Künstler/innen ist, die ersten Schritte im ungeschützten Bereich zu wagen. Mit versteckter Kamera begleitet der Film Violinist und Stand-up-Comedian Aleksey Igudesman, die Sopranistinnen Ildikó Raimondi und Natalia Ushakova, Multipercussionist Martin Grubinger und Tenor Herbert Lippert bei dem Versuch, sich als Straßenkünstler/innen in Szene zu setzen und gibt spannende Einblicke in die Gefühlswelten der Stars, die ihre Kunstfertigkeit in ungewohnter Manier vor einer großen Öffentlichkeit unter Beweis stellen mussten.

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