Bildungsministerin: „Bleibe an Forderung nach 5.000 zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrern dran“

Keine Zustimmung der VP-Länder zu Forderung nach zusätzlichen LehrerInnen auf LandesbildungsreferentInnenkonferenz

Wien (OTS) - „Ich muss mit Bedauern feststellen, dass der Wahlkampf zwischen die so wichtige Diskussion um zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer gekommen ist. Leider haben wir heute aus den Bundesländern mit ÖVP-Mehrheit keine Zustimmung zu unserer Forderung nach 5.000 zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrern bekommen, obwohl nach den letzten PISA- und BIST-Ergebnissen außer Frage gestanden ist, dass wir dringenden Handlungsbedarf haben. Es geht auch um eine rasche Entlastung unsere Lehrerinnen und Lehrer, die jeden Tag einen großartigen Job machen“, so Bildungsministerin Sonja Hammerschmid am Rande der LandesbildungsreferentInnenkonferenz, die heute, Freitag, in Vorarlberg stattfand.

Die von Landesschulrätin Bernadette Mennel organisierte Konferenz bot den zuständigen Personen aus allen Bundesländern Gelegenheit zur Debatte über wichtige und aktuelle bildungspolitische Themen. Zentral waren hier die ersten Umsetzungsschritte der kürzlich beschlossenen Bildungsreform, der Ausbau der Ganztagsschule, die Elementarpädagogik sowie die Forderung nach 5.000 zusätzlichen LehrerInnen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen der Bildungsreform stellt die Abschaffung der Landesschulräte und die Installierung der Bildungsdirektionen dar. Mit Jänner 2018 startet die Bestellung der BildungsdirektorInnen, mit Anfang 2019 sind die Bildungsdirektionen fertig implementiert. In Bezug auf die Elementarpädagogik wurde beschlossen, dass es eine eigene Länderkonferenz mit allen LandeselementarpädagogikreferentInnen geben soll.

Ein Hauptthema war der Ausbau der Ganztagsschule, der mit dem Bildungsinvestitionsgesetz beschlossen wurde. Mit Inkrafttreten des Gesetzes am 1. September 2017 stehen insgesamt 750 Millionen Euro zum Ausbau ganztägiger Schulformen zur Verfügung, wobei das Ziel ist, die Betreuungsquote von derzeit 20 auf 40 Prozent im Jahr 2025 zu steigern. Ministerin Hammerschmid begegnete der Kritik, dass bis zum Schuljahr 2018/19 nur die verschränkte Form der Ganztagsschule gefördert wird: „Dass wir bis 2018/19 lediglich die verschränkte Ganztagsschule fördern, ist mit den bis 2018/19 noch bestehenden 15a-Verträgen begründet. Mit dem Fokus auf die verschränkte Form verhindern wir Doppelförderungen.“ Die Bildungsministerin betonte auch, dass sie die Sorgen der Länder in Bezug auf die Finanzierung der Ganztagsschule nach Auslaufen des Gesetzes 2025, ernstnehme: „Ich kann die Bedenken nachvollziehen und werde mich definitiv für eine langfristige Finanzierung stark machen.“

Der weiterführenden Forderung nach der kostenlosen Ganztagsschule verlieh die Ministerin erneut Ausdruck: „Obwohl wir die soziale Staffelung bei den Beiträgen für die Ganztagsschule durchsetzen konnten, ist im direkten Gespräch mit den Menschen leider klar geworden, dass sich viele Betroffene schämen, eine Ermäßigung zu beantragen. Das heißt, dass wir genau die Familien nicht erreichen, die am meisten von der Ganztagsschule profitieren würden. Die Ganztagsschule gratis und für alle anzubieten, bleibt daher eines meiner Hauptanliegen.“

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