„Orientierung“ am 24. September: Mosambik – „Licht für die Welt“ im Kampf gegen Hunger und Armut

Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 24. September 2017, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Kolumbien: Kirche hilft Flüchtlingen aus Venezuela

Venezuela kommt nicht zur Ruhe. Seit Monaten steckt das Land in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Bei Massenprotesten gegen die diktatorisch agierende Regierung von Nicolás Maduro sind in diesem Jahr bereits mehr als 120 Menschen ums Leben gekommen. Der schon lang schwelende Konflikt spitzte sich zu, als er eine linientreue verfassunggebende Versammlung wählen ließ. Das seit Anfang 2016 von der Opposition dominierte Parlament wurde entmachtet. Weitere schwere Unruhen und eine Verhaftungswelle folgten. Hunderttausende Venezolaner haben unterdessen ihre Heimat verlassen. Eines ihrer vorrangigen Ziele: das Nachbarland Kolumbien. Dort nahm erst unlängst auch Papst Franziskus auf die aktuelle Situation Bezug:
„Gewaltfreiheit und Dialog“ mahnte er ein. Und er erinnerte an die bislang vergeblichen Vermittlungsversuche des Vatikans in Venezuela. Ein „Orientierung“-Team hat – im Rahmen des Papstbesuches – mit venezolanischen Flüchtlingen in Kolumbien gesprochen. Bericht:
Mathilde Schwabeneder.

Mosambik: „Licht für die Welt“ im Kampf gegen Hunger und Armut

„Mein Mann ist arbeitslos. Wenn ich Glück habe, verdiene ich umgerechnet etwa zwei bis drei Euro im Monat – brauchen würden wir etwa 200. Der Hunger ist unser Alltag“, sagt die 48-jährige Luisa Iomo aus einem Dorf nahe der mosambikanischen Stadt Beira. Laut der Organisation World Food ist jeder vierte Mosambikaner unterernährt und leidet Hunger. Der Hunger wiederum ist direkter Auslöser von vielen Krankheiten und körperlichen Behinderungen. So sind in Mosambik, einem Land mit rund 26 Millionen Einwohnern, knapp 300.000 Menschen blind. Der österreichische Verein „Licht für die Welt“ – früher: Christoffel Blindenmission – ist auch in Mosambik tätig. Dort versucht er gemeinsam mit anderen NGOs, Menschen mit Behinderungen zu helfen. In Beira, der drittgrößten Stadt des Landes, wird gerade die größte Augenklinik Mosambiks gebaut. Finanziert wird sie von „Licht für die Welt“. Vergangene Woche hat Chris Lohner, „Goodwill Ambassador“ von „Licht für die Welt“, Projekte der österreichischen Hilfsorganisation in Mosambik besucht. Bericht: Zoran Dobrić.

Engagement mit Vision: Die „Aktion Regen“ als Mission einer Ärztin

Dass man mit Engagement und einer Vision viel erreichen kann, beweist auch eine Gynäkologin aus Wien: Maria Hengstberger, längst im Pensionsalter, gründete vor 27 Jahren den Verein „Aktion Regen“. Ihr Motto: Wie Regenwasser an den Wurzeln wirkt, so soll mit Aufklärung und medizinischem Know-how die noch immer vielerorts – vor allem in Afrika – verbreitete weibliche Genitalverstümmelung „von ihren traditionellen Wurzeln her“ bekämpft werden. Und die Ärztin aus Österreich sieht auch Geburtenkontrolle als „Gebot der Stunde“. So könnten Kinder- und Frauensterblichkeit eingedämmt werden. In vielen Bereichen arbeiten sie und ihr Verein mit kirchlichen Einrichtungen zusammen, auch wenn man dort das „Ja“ der bekennenden Katholikin zur Verwendung von Kondomen oft kritisch sieht. Bericht: Marcus Marschalek, Martin Motylewicz.

Philosophicum Lech: Vom „Mut zur Faulheit“

„Mut zur Faulheit. Die Arbeit und ihr Schicksal“, so lautet der Titel des 21. Philosophicums Lech, das am Donnerstagabend eröffnet worden ist. Schon im Editorial zum diesjährigen Symposium stellte der wissenschaftliche Leiter der Veranstaltung, der Philosoph Konrad Paul Liessmann, die so einfach anmutende, aber schwierig zu beantwortende Frage: „Was ist Arbeit?“. So möchte das Philosophicum dieses Mal grundsätzlich über Wert und Wesen der Arbeit nachdenken und dabei auch anderen Handlungsmöglichkeiten und Existenzweisen des Menschen Aufmerksamkeit schenken – denn auch ohne Arbeit gebe es ohne Zweifel „in dieser Welt genug zu tun“, so Liessmann. Und so werden sich, zumindest am Rande, Teilnehmende und Vortragende – unter ihnen der evangelische Theologe Ulrich Körtner und die Philosophin Nassima Sahraoui – mit dem „Recht auf Faulheit“ (so der Titel eines Buchs des Sozialisten Paul Lafargue) beschäftigen, ebenso vielleicht mit einem bekannten Satz des Apostels Paulus: „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“ Bericht: Klaus Ther.

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