Lange Nacht der Museen 2017 in Wien

Am 7. Oktober 2017 öffnen allein in Wien 129 Museen und Kulturstätten von 18 bis 1 Uhr Früh. Die Museen der Stadt bieten ein abwechslungsreiches Sonderprogramm.

Wien (OTS) - Insgesamt rund 550 Exponaten werden in den fünf Räumen des Marktamtsmuseums am Floridsdorfer Schlingenmarkt (21., Floridsdorfer Markt 5) gezeigt. Dazu gehören zum Beispiel historisches Werkzeug der Lebensmittelaufsicht, alte Aufnahmen von Wiener Märkten und den StandlerInnen sowie MitarbeiterInnen des Marktamtes. Wer diese spezielle Stadtgeschichte hautnah erleben möchte, kann zum Beispiel den Wiener Zentner – ein spezielles Maß -Probeheben.

Heiß her geht es im „Brennpunkt° – Museum der Heizkultur“ (12., Malfattigasse 4). Von der Entdeckung des Feuers durch den Steinzeitmenschen „Ugar-Ugar“ bis zu Live-Experimenten rund um Energieerzeugung werden hier einzigartige Objekte aufbewahrt, wie alte Kühlmaschinen, Dampfheizungen für Spitäler, Gärtnereien und Schulen. Das Erste Wiener Schulmuseum (22., Breitenleer Straße 263) beherbergt ein Klassenzimmer aus dem Jahr 1900, dokumentiert die Entwicklung der Pädagogik und experimentiert diesmal mit Erdäpfel.

Geschichte der näheren Umgebung

Refugien der lokalen Stadtgeschichte sind die Wiener Bezirksmuseen. So zeigt das Bezirksmuseum Innere Stadt im Alten Rathaus (1., Wipplingerstraße 8) das Entstehen der Wiens vor nahezu 1.000 Jahren. Mehrere Lesungen bei der „ORF-Lange Nacht der Museen“ erwecken Historisches im Bezirksmuseum Landstraße (3., Sechskrügelgasse 11) und im 15. Bezirk wird Wissenswertes, Erstaunliches und Kurioses rund um die Gemeindebauten im Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus (15., Rosinagasse 4) präsentiert.

Das Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof (11., Simmeringer Hauptstraße 234) führt durch die Wiener Begräbnis- und Friedhofskultur vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Zum 50 Jahr-Jubiläum des Museums wird gezeigt, wie kunstvoll in Mexiko der Toten gedacht wird. Probeliegen im Sarg und Bemalen der letzten Hülle sind ebenfalls möglich.

Älteste Berufsfeuerwehr der Welt

Unsere Blaulichtorganisationen haben in Wien eine lange Tradition. Exponate im Feuerwehrmuseum (1., Am Hof 7), dem Gründungsort der ältesten Berufsfeuerwehr der Welt, wird die Entwicklung der Brandbekämpfung anschaulich dargestellt. Das Wiener Rettungsmuseum (17., Gilmgasse 18, Zugang über Halirschgasse 12) zeichnet die eigene Entstehungsgeschichte seit dem Ringtheaterbrand 1881 nach: von der Freiwilligenorganisation bis heute als einzige Berufsrettung.

Das Krankenpflegemuseum (16., Montleartstraße 37) im Wilhelminenspital erlaubt interessante Begegnungen mit Florence Nightingale, Hildegard von Bingen und Henry Dunant. Durch interaktive Führungen lässt sich die Entwicklung der Krankenpflege von der Antike bis in die Jetztzeit nachempfinden und Ehrenzeichen sowie Pflegebroschen aus verschiedenen Epochen betrachten.

Die „ORF-Lange Nacht der Museen“ ist in der wienXtra kinderinfo im MuseumsQuartier (7., Museumsplatz 1/Hof 2) nicht ganz so lang. Aber bis 22 Uhr sind Foto-Box, Face-Painting und eine Kreativ-Station in der Anlaufstelle für Wiener Kinder und Jugendliche bereit für junge Gäste. Weiters nehmen Publikumsmagneten wie Haus der Musik, Jüdisches Museum, Mozarthaus Vienna, Wien Museum und Kunst Haus Wien an der Langen Nacht teil und bieten unzählige Programmpunkte für Jung und Alt.

Haus der Sterne

Im Umgang mit NachtschwärmerInnen am geübtesten sind wohl die Wiener Sternwarten. Die Urania Sternwarte (1., Uraniastraße 1) ist die älteste Österreichs und lässt mit dem großen Doppelteleskop zu, dass wir viele Sterne sehen. Das Planetarium Wien (2., Oswald-Thomas-Platz 1), das „Haus der Sterne“, bildet mit modernster Projektionstechnologie den Himmel naturgetreu nach - unabhängig von Tageszeit und Gewitterwolken. Die Kuffner Sternwarte (16., Johann-Staud-Straße 10) am Gallitzinberg beherbergt eine bedeutende Sammlung astronomischer Instrumente aus dem 19. Jahrhundert, wie das Heliometer.

Kinder bis 12 Jahren haben freien Eintritt bei der ORF-Langen Nacht der Museen. Die Tickets zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 12 Euro) sind ab sofort in allen teilnehmenden Häusern erhältlich. Mit nur einem Ticket können Interessierte am Samstag, dem 7. Oktober ab 18 Uhr theoretisch alle Museen besuchen. Es gilt außerdem als Fahrschein für die Shuttlebusse und für die Öffis, inklusive Nightline-Busse, in der Zeit von 17.30 Uhr bis 1.30 Uhr. Treffpunkt und zentraler Ausgangspunkt für Busrouten ist in Wien der Maria-Theresien-Platz zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum.

Mehr Informationen: https://langenacht.orf.at/
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